Berichte aus dem Ausland 2001
Berichte aus Deutschland 2002
Berichte aus Deutschland 2003
Berichte aus dem Ausland 2003
Berichte aus dem
Ausland 2001:
Schweiz:
USA:
Berichte aus Deutschland 2002:
Deutschland:
Ortsgruppe Münster
In Münster (Westfalen) haben wir heute von 9 bis 18.00 Uhr einen Infostand auf der Aabrücke am Spiegelturm (zwischen Dom und Überwasserkirche) gestartet. Gestützt durch 7 Aktive des Ortsvereins wurden um die 100 Kontakte verzeichnet und darüber hinaus viele auf unser Anliegen en passent aufmerksam. Die Resonanz war ausschließlich positiv, obwohl an anderer Stelle in der Stadt die vereinte Mütterstreitmacht (VAMV und Co.) ihre Aktion "Kinder brauchen Kinder" durchführten.
In den regionalen Tageszeitungen wurde auf unsere Aktion und die Motive dafür hingewiesen, Radio Antenne Münster und WDR regional berichteten jeweils. Die WDR-Redakteurin regte einen größeren Beitrag auf Landesebene über die VAfK-Arbeit an.
Wie lief es denn in Wuppertal, Paderborn, Marburg, Frankfurt, Mannheim, Freiburg, Augsburg, München, Karlsruhe und Halle?
Gruß aus Münster
Wolf-Günter
Ortsgruppe Sachsen Anhalt-Mitte
Brückentag in Sachsen-Anhalt, in
Halle an der Saale auf der
Peißnitzbrücke.

Nachdem wir unsere beiden Logos, dem Graben und der Brücke, angebracht hatten, einen kleinen Tisch mit Kinderdekoration aufgestellten konnten wir uns für die Menschen öffnen, ihnen unsere Flyer anbieten. Wir hatten einen Grundflyer unseres Vereines, einen Flyer für die kommende Radiosendung im Freien Radio Corax, die von Rüdiger geschickten Flyer, einem Faltblatt allgemeiner Art.
Sachsen-Anhalt war durch 2 Regionalgruppen präsent, insgesamt waren wir 7 Männer am Stand. Die Südgruppe hatte einige Plakate selber hergestellt, welche auf die Unrechtserfahrung des Mannes hinwiesen. Als Anziehungspunkte dienten eine Zuckerwatte- und eine Seifenblasenmaschine, alles auf einem blauen Schwungtuch mit Sternen als Untergrund. Eine Puppe, Kinderschuhe, ein Kinderkoffer und eine Babyflasche sollten den Betrachter nachdenklich und fragend stimmen. Dies ist uns wohl auch gelungen.
Wir haben offensiv die Menschen auf den Verein, seine Ziele und die Probleme der Väter im Familienrecht angesprochen. Es war für uns als Mittegruppe die erste öffentliche Veranstaltung und ich war auf die Resonanz der unbeteiligten Passanten gespannt, hatte wohl auch ein wenig Angst. Es war ein schöner sonniger Nachmittag, die Menschen waren weitgehend gut gelaunt und die Gespräche waren dem Väteraufbruch gegenüber offen.
Zu Gast war das Fernsehen MDR- Mittagsmagazin, sie haben die Geschichte von Andreas aufgegriffen, viele Bilder und Gespräche gefilmt und wollen einen 30 Minutenbeitrag am 19.06. senden, zu dem ich live in das Studio geladen werde. Andreas fand das Filmen und die Gespräche gut. Was von denen am Ende gesendet wird, ist nicht mehr in unserer Hand, die Menschen auf der Brücke haben uns durch das Fernsehen besonders beachtet. Aus der ersten Erfahrung heraus kann ich den Brückentag jeder Ortsund Kreisgruppe nur empfehlen, es braucht nur ein wenig Fleiß und Logistik.
Könnten alle Gruppen mir ihre Erfahrungen als Bericht senden, das soll die Vorarbeit für 2003 schon sein. Danke für Eure Mühe, es ist sicher für alle Mitglieder schon 2002 interessant. Auch wenn etwas schief gelaufen sein sollte, ist der Bericht wichtig, damit wir im nächsten Jahr alle daraus lernen können.
Andreas Barthel und Dietmar Nikolai
Ortsgruppe München
Auch wir in München waren am 05.05.02, dem "Brückentag" mit dabei. Unseren Bericht findet Ihr unter www.vafk.de/munich/brueckentag2002.htm, unsere vorausgegangene Pressemitteilung (leider schon vor Rüdiger's Infopaket an die Presse rausgegangen, aber nicht minder schlecht! :-)) findet Ihr unter www.vafk.de/munich/presse.htm#Brückentag2002.
Ein paar konstruktive Vorschläge möchten wir Euch allen für die Zukunft anbieten und den Bundesverein um die entsprechende Umsetzung bei unseren amerikanischen/internationalen Freunden des ACFC bitten:
Bitte informiert auf Euren WebSites ebenso umfangreich, wie für das Jahr 2001 auch noch über die Aktion des Jahres 2002, bzw. die Aktionen der noch folgenden Jahre, wenn diese Aktion wirklich ein "Dauerbrenner" werden soll.
Und überlegt Euch, ob es - mit Hinblick auf die bessere Realisierbarkeit und Effektivität - ob diese Aktion nicht prinzipiell am Samstag/Sonntag vor dem jeweiligen 05. Juni eines Jahres stattfinden soll.
Ich danke jedenfalls allen am 05. Juni 2002 aktiven Ortsgruppen und internationalen Mitstreitern für diese gemeinsam geleistete Aktion und sende Euch solidarische Grüße
Euer Tobias aus München
Auch ich möchte mich bei allen meinen Mitstreitern, die in unserer Kreisgruppe unsere Aktion für den Brückentag vorbereitet haben, bedanken. Namentlich sind dies: Erika Schmitt, Hartmut Mannchen nebst Freundin, Ekkehard Rohrbach, Rudolf Eisenreich und Aribert Hoch. Bedanken möchte ich mich auch bei Franzjörg Krieg und Theo Hector für die Presseerklärungen, bei Rüdiger Meyer-Spelbrink für seine Brückentag2002.zip, welche wir gut verwenden konnten, sowie bei Wolf Strehblow für seine geleistete Vorarbeit.
An die lokale Presse habe ich heute die u.a Mitteilung zzgl. Bild geschickt. Die Aussage mit den Jugendlichen auf dem Weg zum Psychologen ist übrigens wahr! Überhaupt trafen wir auf sehr viele Personen (Väter, Mütter, Großeltern, Kinder) die ebenfalls betroffen waren. Es handelt sich hierbei um ca. 80% der Betroffenen! Damit hatte ich nicht gerechnet.
Die Pressemitteilung und weitere Bilder findet Ihr auch unter
Jürgen Griese
Brücken für Kinder
Schwarzwald-Baar-Heuberg: Unter
dem Motto "Wir bauen Brücken für Kinder" nahm am vergangenen Mittwoch die
Kreisgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg des bundesweit agierenden Vereins
"Väteraufbruch für Kinder e.V." mit einem Informationsstand auf der
Fußgängerbrücke über die Breg am Bahnhof in Villingen am "Internationalen
Brückentag 2002" teil. Mit dem nunmehr seit Jahren am 5. Juni stattfindenden
Brückentag machen Eltern - insbesondere Väter - und Großeltern weltweit auf ein
familienpolitisches Problem aufmerksam, dass nach
ihrer Auffassung besonders im deutschsprachigen Raum (Bundesrepublik,
Österreich, Schweiz) geradezu katastrophale Ausmaße annimmt: Die Situation der
Kinder nach Trennung und Scheidung ihrer Eltern.
Obwohl es seit dem 1. Juli 1998 ein neues Kindschaftsrecht gibt, dass
Scheidungskindern den Kontakt zu seinem bisherigen sozialen Umfeld -
insbesondere zu beiden Elternteilen und allen Großeltern - sichern soll, ist es
auch heute, vier Jahre nach Inkrafttreten des Kindschaftsrechts, in Deutschland
immer noch die Regel, dass von Trennung und Scheidung betroffene Kinder
spätestens nach einem Jahr den Kontakt zu einem
Elternteil - in der Regel dem Vater -und dessen Eltern verlieren. Oftmals ist
Umgangsboykott des allein sorgeberechtigten Elternteils die Ursache hierfür.
Jugendämter und Familiengerichte stehen diesem
Problem nahezu machtlos gegenüber.
Mitglieder der Kreisgruppe
sprechen sogar von aktiver Unterstützung einiger Ämter und Gerichte bei der
Ausgrenzung des nicht sorgeberechtigten Elternteils mit zum Teil schlimmen
Folgen für die betroffenen Kinder.
Der Internationale Brückentag
geht auf eine amerikanische Initiative zurück, die von der ACFC (American
Coalition for Fathers & Children, siehe Internet www.acfc.org) ins Leben gerufen
wurde und an der weltweit
u.a. USA, Kanada, England,
Frankreich, Schweiz, Deutschland, Neuseeland teilnehmen. Der Väteraufbruch
beteiligte sich in der Bundesrepublik mit eigenen Aktionen in Münster,
Wuppertal, Paderborn, Halle, Marburg,Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe,
Freiburg, Augsburg, Villingen-Schwenningen und München.
Forderungen dieser Gruppen sind:
- Alle Kinder, auch nicht-eheliche, brauchen beide Eltern
- Mehr Vater fürs Kind - auch nach Trennung und Scheidung
- Wirkungsvolle Sanktionen gegen Mißbrauch des Sorgerechts und
Umgangsverweigerung wie in anderen zivilisierten Ländern
Die erst im März gegründete Kreisgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg des Väteraufbruchs hatte ihren Informationsstand von 14 Uhr bis 17:30 Uhr auf der gut frequentierten Brücke über die Breg. Entsprechend hoch war auch die Resonanz: sehr viele von der Gruppe angesprochene Passanten ließen sich nicht nur informieren, sondern berichteten der Gruppe in oftmals längeren Gesprächen auch von ihren eigenen leidvollen Erfahrungen. Erika Schmitt aus Villingen, eine vom Umgangsboykott betroffene Großmutter der Kreisgruppe, berichtete von einem Gespräch mit zwei Jugendlichen, die auf dem Weg zum Psychologen waren. Grund: die Scheidung ihrer Eltern sowie der Verlust ihres Vaters.
Kontakt:
Jürgen Griese, 07720/65920
Sigfried Kilian, 07726/4288
Rudolf Eisenreich, 07424/948012
Internet:
www.vafk.de
Karlsruhe
09.06.2002
Hallo Mitglieder, Interessenten und Leser der Liste,
nachdem ich am 05.06. abends gleich ein Kurzprotokoll mit 2
Fotos an Rüdiger mailte, möchte ich heute auch euch alle über unsere Aktion in
Karlsruhe informieren.
Die Vorarbeit für die Aktion war perfekt und unsere Logistik funktionierte
reibungslos. Die Presse wurde am Wochenende vorher informiert.
Ab 13 Uhr hingen an der Brücke über die viel befahrene Kriegsstraße
(Stadtautobahn-ähnlich) in beiden Fahrtrichtungen je ein Banner. Diese waren
weithin sichtbar und transportierten unser Anliegen (siehe Foto 1).
Da es in ganz Karlsruhe keine Brücke gibt, die sowohl einen werbewirksamen Platz
für die Banner als auch eine Position des Standes im Fußgängerstrom bietet,
stellten wir unseren Stand in Sichtweite der Brücke vor den Zaun des BVerfG beim
Karlstor (Foto 2). Damit hatten wir keine besonders gute Position, wir wollten
aber in der Nähe des Banners bleiben und damit den Bezug dokumentieren.
Diese Entscheidung stellte sich als nicht glücklich heraus. Zur Tatsache, dass
Fußgänger dort nur vereinzelt auftreten, kam zunächst das Fußballspiel
(Deutschland in der WM) und danach regnete es ohne Ende.
Wir ließen uns nicht entmutigen und hatten die Gelegenheit, mit interessierten
Passanten ins Gespräch zu kommen.
Fürs nächste Jahr werden wir die Banner wohl an dieser Brücke belassen, den
Stand aber in die Fußgängerzone in der Innenstadt verlegen. Um die Gelegenheit
beim Brückentag auszugleichen, wollen wir noch in diesem Sommer eine Aktion mit
Stand in der Innenstadt starten.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Aktion positiv und wichtig war, dass
aber die Effizienz gesteigert werden kann, sofern sie nicht durch die
Widrigkeiten WM und Wetter ausgelöst waren.
Herzlichen Dank an alle Beteiligten für ihren Einsatz, der zum zweiten Mal
zeigte, dass unsere junge Gruppe in Sachen Logistik bestens funktioniert.
Franzjörg Krieg

[nach oben]
Berichte aus Deutschland 2003:
Pressemitteilung des VAfK zum
internationalen Brückentag am 5. Juni 2003
Brückentag für Kinder
Seit Jahren finden am 5. Juni internationale Veranstaltung unter dem Motto
„Brücken für Kinder" in mehreren Ländern statt (u. a. in den USA, Kanada,
England, Frankreich, Schweiz, Deutschland und Neuseeland). Der Väteraufbruch für
Kinder beteiligt sich auch in diesem Jahr daran in vielen
Städten Deutschlands. So u.a. in
den Städten Aachen, Augsburg, Berlin, Bremen, Elmshorn/Pinneberg, Frankfurt,
Halle, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Paderborn, Villingen-Schwenningen und
Weißenfels. Weitere Informationen sind unter
www.brueckentag.vafk.de zu finden.
Ziel ist es, auf das Schicksal von Kindern hinzuweisen, deren Kontakt zu einem
Elternteil behindert wird. In vielen Fällen verlieren sie den Kontakt zu einem
Elternteil durch Umgangsverweigerung oder Kindesentführung. Die Brücke soll die
Notwendigkeit und das durch die UN-Kinderrechtskonvention verbriefte
Menschenrecht auf die Beziehung der Kinder zu beiden Elternteilen auch nach
Trennung und Scheidung symbolisieren.
Unsere Kinder brauchen:
• Mehr Vater fürs Kind - auch
nach Trennung und Scheidung!
• Nichteheliche Kinder brauchen rechtlich gleichwertige Eltern!
• Wirkungsvolle Sanktionen gegen Missbrauch des Sorgerechts und
Umgangsverweigerung wie in anderen europäischen Ländern.
Jedes Jahr erleben in Deutschland ca. 300.000 Kinder die Trennung der Eltern.
Ein großer Teil davon verliert aus den verschiedensten Gründen den Kontakt zum
getrennt lebenden Elternteil und wird zu Quasi- Halbwaisen.
Häufig hat der getrennt lebende Elternteil – meist der Vater - einen schweren
Stand, wenn der mit dem Kind wohnende Elternteil den Kontakt zu den gemeinsamen
Kindern einschränkt. Vaterabwesenheit in Folge von Trennung oder Scheidung führt
oft zu Entwicklungsstörungen bei den Kindern. In einem Teil der Fälle leben auch
Mütter getrennt von ihren Kindern, daher sind auch betroffene Mütter bei uns
willkommen.
Kinder brauchen beide Eltern
Aus diesem Grund setzen wir uns für die Rechte der Kinder und getrennt lebenden
Elternteile ein. Es gilt gleichteiligen und häufigen Kontakt der Kinder zu Vater
und Mutter, gemeinsame Erziehung und gewachsene Liebesbeziehungen auch nach der
Trennung aufrecht zu erhalten.
Aufbruch zu neuen Rollenbildern
Wir setzen uns für das Überwinden alter Rollenzuweisungen ein - „Mutter für die
Führsorge und Betreuung, Vater zum Zahlen des Unerhaltes" - Kinder brauchen
beide Eltern für ihre Entwicklung. Daher unser Name Väteraufbruch für Kinder.
Was leistet der Väteraufbruch?
In der Trennungsphase bieten wir „Erste Hilfe", um Stresssituationen zu meistern
und um die richtigen Schritte für die zukünftige lebendige
Eltern-Kind-Beziehungen zu gehen. In Selbsthilfegruppen können sich Eltern
ständig über ihre aktuelle Situation austauschen, Kontakte knüpfen, und sich
gegenseitig unterstützen, auch beim Umgang mit dem ggf. kooperationsunwilligen
Elternteil.
Kreisgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg
[>>]
"Endlich tut ihr Männer etwas dagegen"
Viel Verständnis für "Väteraufbruch": Passanten erzählen traurige Geschichte
Von Eva-Maria Huber
Schwarzwald-Baar-Kreis. Das hörten sie immer wieder: "Endlich tut ihr was."
Trost für manche verwundete Männerseele, die nach der Trennung ihre Kinder nicht
mehr sehen dürfen. Beim internationalen Brückentag am Donnerstag packte der
"Väteraufbruch" im Kreis ein heißes Eisen an.
Jürgen Griese, Mitinitiator des gemeinnützigen Vereins "Väteraufbruch", benutzt
die vielen Prospekte, die auf die Problematik hinweisen, als Fächer. Trotz
Rekord verdächtiger Hitzegrade bleiben selbst am frühen Nachmittag viele Leute
stehen, die an der Villinger Brigachbrücke vorbei kommen. Interessiert vertiefen
sich Frauen wie Männer in die ausliegenden Infozettel und verstricken die
Gruppe, vier Männer, eine Frau und ein knapp 13-jähriger Junge, in ein Gespräch.
Tröstlich für die Väter, die alle Probleme mit Sorge- oder Umgangsrecht hatten
und zudem auch noch unter der teils diskriminierenden Behandlung mancher
Amtsmitarbeiter zu leiden hatten: Die meisten Passanten hatten Verständnis für
die Forderungen der Männer, die in der Kernaussage gipfelt: Alle Kinder brauchen
beide Eltern. Symbolisch wurde eine Schranke gebaut, hinter der sich eine Frau
(mit ihrem Nachwuchs) verschanzt.
"Klar", meint Christian, der seinen Vater an diesem Tag bei der Aktion
begleitet, "dass ich doch weiterhin Papa und Mama sehen will." Manches, was die
engagierten Vereinsmitglieder am Donnerstag so hörten, erinnerte sie an ihre
eigenen bitteren Erfahrungen: Die Frau zieht 400 Kilometer weg, um den Kontakt
zwischen Vater und Kindern zu erschweren. Ein Spanier stand nach der Scheidung
vor dem finanziellen Ruin, selbst das Auto musste der Bedürftige weggeben: "In
Spanien wäre mir das nicht passiert." Und dann war da noch die alte Dame, die
darüber trauert, "dass ich nicht mehr meine Enkel sehen darf."
Meist sind es die Mütter, die nach der Trennung die Kinder vom Vater fern halten
wollen. "Egal was schief gelaufen ist", meint Stefan Schädlich, "zum Wohle der
Kleinen sollte man sich doch einigen." Eine Ansicht, mit der er nicht mehr so
alleine steht wie früher. Der Wind beginnt sich zu drehen. Immer häufiger finden
die Belange der Väter ein Gehör vor Gericht oder bei den zuständigen Behörden.
Eine Gruppe Jugendlicher zieht vorbei, es sieht nach Ausflug aus. Einer schert
aus der Reihe und erzählt, wie es ihm nach der Scheidung seiner Eltern so
ergangen ist: "Ich lebe bei meinem Vater, aber meine Mutter sehe ich trotzdem
täglich."
Ortsgruppe Berlin
Berlin-kurzes Fazit :
Die Brücke (Fußgängerbrücke ) in Berlin-Mitte war ein perfekter Ort mit
perfektem Wetter.
Wir haben 115 Unterschriften gesammelt und 1neues Mitglied gewonnen.
Das Feedback der Leute war recht positiv - wir haben sehr viele Gespräche
geführt und Unmengen von Flyern verteilt.
Eine gute und direkte Art, in Kontakt zu Kommen.
Wir waren uns einig, dass wir das jederzeit wieder machen würden.
Ortsgruppe Marburg [>>]
Kreisgruppe Leipzig [>>]
Kreisgruppe Elmshorn [>>]
Berichte aus dem Ausland 2003:
Aarau in der Schweiz:
Am 5. Juni 2003
führte der VeV Region Aargau
eine Mahnwache auf der Kettenbrücke in Aarau durch.
Berichte aus dem Deutschland 2004:
Am 05.05.04 fand der Brückentag in Münster vor dem Gebäude des Regierungspräsidenten statt. Leider war es nicht möglich unseren Informationsstand auf einer Brücke aufzubauen, da wegen der bevorstehenden Europawahl unser „alter“ Platz bereits belegt war. Da unser Stand direkt gegenüber dem großen Wochenmarkt lag, konnten wir jedoch viele Menschen erreichen.
Wir konnten verschiedene Flyer anbieten, wie „Brücken für Kinder“, einen Grundflyer unseres Vereins, einen über PAS, über häusliche Gewalt und einen mit dem Artikel aus der FAZ vom 23.05.01 „Zahlemann und Söhne“.
Für die Kinder hatten wir Spiele und Malutensilien mitgebracht, damit bei Gesprächen mit betroffenen oder interessierten Vätern, Müttern oder Großeltern keine Langeweile bei ihnen aufkam.
Insgesamt waren, neben der bei den Vorbereitungen aktiv mithelfenden Mitgliedern, 5 Mitglieder/innen unseres Ortsvereins am Brückentag beteiligt.
Wir konnten von 9:00 – 13:00 Uhr viele Menschen, auch die gerade erst neu betroffen waren, erreichen. Viele längere und kürzere Gespräche wurden geführt, um so auf die Rechte der Kinder und getrennt lebenden Elternteile aufmerksam zu machen.
Die Resonanz, auch der unbeteiligten Passanten, war fast nur positiv und offen gegenüber dem Väteraufbruch für Kinder. So machten wir alle viele gute Erfahrungen und waren mit dem Verlauf des Brückentages sehr zufrieden.
Kreisgruppe Berlin
Wir hatten unseren Stand von 10:00
bis 18:00 auf der Friedrichsbrücke zwischen Museumsinsel und dem "Hackeschen
Markt" im Zentrum Berlins, aufgeschlagen.
Unser Stand war mit bunten Luftballons geschmückt. Hoch über der Brücke
hatten wir unser Banner " Väteraufbruch für Kinder e.V." aufgehängt. Anfangs
am Vormittag hatte es ein wenig geregnet und die gute Laune war noch etwas
gedrückt, aber ab 12:00 verzogen sich die Regenwolken und auch die Passanten
begannen an unserem Stand vorüberzuziehen und wir konnten mit unsere Arbeit,
diese über die Zielen des "Väteraufbruch für Kinder e.V." zu informieren.
Wie auch schon im letzten Jahr konnten wir mit den Vorrüberziehenden
interessante Gespräche führen und Kontakte knüpfen. Die meisten waren von
unserer Aktion hell auf begeistert und haben uns durch ihren Zuspruch zum
Weitermachen Kraft für weitere Aktionen gegeben. Mittlerweile bekommt diese
Aktion einen Happening Charakter, denn trotz der so ernsten Lage für dir
Väter und Kinder gibt es immer wieder auch Momenten in denen wir mit den
interessierten Passanten lachen und scherzen können.
Nebenbei konnten wir 106 Unterschriften sammeln.
Jörg Oetker Berlin
Kreisgruppe Marburg [mehr]
Kreisgruppe Aachen
Hallo Eltern,
wir kommen gerade von unserem Infostand anlässlich des Brückentages zurück. Aufgrund der Örtlichen Gegebenheiten hatten wir uns in der Fußgängerzone postiert und nicht an einer Brücke. Abgesehen davon, das es uns wie immer viel Spaß gemacht hat und recht ansträngend war, haben wir wieder einmal die Erfahrung gemacht, das doch sehr viele betroffene in diesem Lande gibt. Viele Väter, zum teil mit neuen Lebenspartnerinnen kamen auf uns zu. Wir hörten die unterschiedlichsten Geschichten und konnten einige ermuntern doch einmal zu unseren Treffen zu kommen.
Es ergaben sich auch Gespräche mit "Professionellen", die durchaus auf uns zugingen. Auch die Politische Prominenz, die anlässlich des Europawahlkampfes zugegen war, konnten wir erreichen, indem wir einfach auf deren Infostände gingen und sie ansprachen.
Mehr dazu gibt es nächste Woche auf unserer Homepage.
Ich hoffe, es hat möglichst viele Veranstaltungen gegeben heute und alle die da waren hatten einen ebenso schönen Tag wie wir hier.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,
Kreisgruppe Halle
Am 05.06.04 fand der Brückentag in
Halle statt. Auf der Brücke am Kaufhaus Karstadt in Richtung Markt standen
Väter einmal mehr im Regen.
Der Väteraufbruch für Kinder e.V. Regionalverband Sachsen Anhalt Mitte und
Sachsen Anhalt Süd hatten sich gemeinsam an diesem Tag in Halle getroffen,
um auf das Schicksal von Kindern hinzuweisen, deren Kontakt zu einem
Elternteil behindert wird. Sie wollten Gespräche mit Passanten führen, um so
auf die Rechte der Kinder und getrennt lebenden Elternteile aufmerksam zu
machen.
Die Resonanz, auch der unbeteiligten Passanten war fast nur positiv und
offen gegenüber dem Väteraufbruch für Kinder. Trotz des regnerischen Wetters
waren Passanten gern zum Gespräch bereit und jeder Kinderwagen freute sich
über einen Luftballon.
Erstmalig waren in diesem Jahr in Halle auch Frauen am Stand des
Väteraufbruch für Kinder e.V. zu sehen. Frauen können in verschiedenen
Weisen betroffen sein. Verliert ein Kind den Kontakt zu einem Elternteil,
reißt damit meist auch der Kontakt zum gesamten Familienteil dieses
Elternteiles ab. Schon haben wir Tanten und Omas die betroffen sind. Aber
auch die neuen Lebenspartnerinnen betroffener Väter leiden immer mit ihrem
Partner gemeinsam. Und auch Mütter selbst verlieren immer häufiger
unverschuldet den Kontakt zum eigenen Kind.
Lübeck-Schlutup. Benefiz-Veranstaltung zugunsten
Zum Brückentag haben wir hier in Lübeck ein Kinderfest
organisiert, und uns damit solidarisch einem hilfsbedürftigem Kind gezeigt,
welches finanzielle Unterstützung benötigte. Dem kleinem René mussten durch eine
schwere Krankheit beide Beine, der linke Unterarm sowie zwei Finger der rechten
Hand amputiert werden.
Gerade in solchen Schicksalsfällen ist es für ein Kind wichtig, dass es einen
guten Kontakt zu seinen Eltern behält und diese sich gemeinsam um ihr Kind
sorgen. Mit der Veranstaltung konnten wir zeigen, dass auch Väter sich für die
Belange der Kinder einsetzten können. Dieses ist uns durchaus gelungen, es
wurden über 1000 € als Spende für René eingenommen, die Veranstaltung wurde von
mehreren Hundert Gästen besucht.
Unter den Besuchern waren auch der Senator der Hansestadt Lübeck (Thorsten
Geissler, CDU) sowie der Präsident des deutschen Familienverbandes. Wir konnten
gute Kontakte herzustellen, und damit zum Nachdenken anregen. Darüber hinaus
sind ebenfalls Kontakte zum deutschen Jungendring und anderen Organisationen
entstanden, die unsere Problematik erkannt haben und sich damit befassen werden.
Viele wussten zuvor nicht einmal, dass es so einen Verein wie den Väteraufbruch
gibt. Es wurde angeregt sichtvoller in Erscheinung zu treten, und mehr auf uns
aufmerksam zu machen.
Ich denke es ist gut, nicht immer provokant aufzutreten, es ist möglich auf
anderer Art und Weise auf uns aufmerksam zu machen, wie die Veranstaltung hier
in Lübeck zeigte.
Ich bin entschlossen den Brückentag weiterhin so zu gestallten, wie er in diesem
Jahr durchgeführt wurde. So können wir zeigen worum es uns geht, nämlich um das
Wohl unserer Kinder. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass ein neues Weltbild
„Mann/Vater“ in den Köpfen entsteht, die dieses noch nicht erkannt haben.
Ich möchte mich hiermit auch noch mal für die Mithilfe der Kreisgruppen Kiel,
Paderborn, Flensburg, Esslingen sowie unseren 1. Vorsitzenden recht herzlich
bedanken, denn ohne deren Hilfe wäre es kaum möglich gewesen den Brückentag so
zu gestallten, und den gewünschten Erfolg zu ermöglichen.
Danke
Meik Böttcher / VafK-Lübeck