Elterndemo am 14.Juni 2003 in Berlin

Familienrecht und Praxis lässt Menschen aus allen Teilen Deutschlands nach Berlin kommen

Aus diesem Grunde sind Väter und Mütter, Großeltern, Tanten und Onkels aus allen Himmelsrichtungen massenhaft nach Berlin gekommen. Sie haben in Berlin auf die Situation der Väter im Familienrecht aufmerksam gemacht.

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Der Start war um 12:00 Uhr am S-Bahnhof "Hackescher Markt". Mit Transparenten und Trillerpfeifen zogen die Demonstranten los, die Hände voll mit Informationsmaterial, was sich als hilfreich erwies. Denn viele Passanten schauten interessiert und bekamen einen Flyer in die Hand gedrückt, mehr Zeit war nicht. Trotzdem ergab sich das ein oder andere Gespräch. Das Ziel war der Gendarmen Markt und der Weg dahin führte über den Alexanderplatz, das Brandenburger Tor und vorbei am Familienministerium. .


Erste Teilnehmer treffen am Start, dem Hackeschen Markt, ein.

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Auf dem Weg zum Alexanderplatz. Der Demonstrationszug formiert sich.
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Auf dem Alexanderplatz
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Unter den Linden
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Auf dem Gendarmen Markt angekommen gab es eine Kundgebung. Etliche Redebeiträge wurden spontan eingebracht, Frauen und Männer forderten die Bundesregierung auf, sich dem Gender-Mainstreaming-Ansatz endlich wirklich zu stellen und die Männerfragen durch Regierungsvertreter für Männerfragen einzurichten. Männer fühlen sich durch das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nicht vertreten, sie möchten nicht mehr durch Frauen vertreten werden.

Das war die Botschaft der Demonstranten und diese bekam sehr viel Beifall. Dem gilt es in den Gesprächen mit der Bundesregierung nachzugehen und der Bundesvorstand hat durch die Demonstranten dazu das Mandat bekommen.

Am deutlichsten und schmerzlichsten spüren Väter die Benachteiligung in der Gesellschaft im Familienrecht. So war auch dies Thema der Redebeiträge.

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Gerade nach den Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes bleibt die Stellung des Vaters zum Kind vom Willen der Mutter abhängig. Noch immer werden die Beziehungen zwischen Väter und ihren Kindern nach einer Trennung im Familiensystem benachteiligt. Auch wenn vom Bundesfamilienministerium "Mehr Vater fürs Kind" propagiert wird, die Wirklichkeit sieht noch immer anders aus:
  • Am 29.01.03 hat das Bundesverfassungsgericht die Ungleichstellung des nichtehelichen Kindes zu ehelichen zementiert mit der Begründung, dass Mütter nur ausnahmsweise und nur wegen schwerwiegender Gründe sich dem Wunsch nach einer gemeinsamen Sorge verweigert.
  • Am 09.04.03 wurde durch das oberste Gericht dem Vater als Erzeuger eine Möglichkeit eingeräumt, gegen den Willen der Mutter seine biologische Vaterschaft einklagen zu können. Die Hürden sind allerdings so hoch gesteckt, dass wohl kaum ein solcher Vater diesen Weg gehen kann, denn er muss ohne eine rechtliche Beziehung die soziale Beziehung nachweisen können.
  • Mittlerweile hat das Kabinett eine Gesetzesvorlage zur Übergangsregelung nach Auflage des Bundesverfassungsgerichtes vom 29.01.03 vorgelegt. Auch hier muss der Vater seine soziale Beziehung in einer häuslichen Gemeinschaft von 6 Monaten gelebt haben.

    Insgesamt wird die Vaterschaft an der Bereitschaft der Mutter festgemacht, sowohl in der Frage nach der Vaterschaft, als auch in der Sorgerechtsfrage. Das nehmen Väter nicht mehr hin, sie stellen die Verletzung des Elternrechtes nach Grundgesetz und die Verletzung der Kinderrechte nach der UN Kinderrechtekonvention fest.

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    Wir tragen Trauer in unseren Herzen
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    Brandenburger Tor - Pariser Platz
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    Vor dem Familienministerium
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    Unser Dank geht vor allem zu Detlev Grass vom Ortsverein Havelland, der diese Demonstration sorgfältig vorbereitet hat. Die Route war ausgezeichnet gewählt, die ausgeteilten Materialien wie Fahnen und Transparente waren in reichlicher Stückzahl vorhanden. Der Bundesvorstand stand geschlossen zu dieser Demonstration.

    Auch möchten wir uns bei der Berliner Polizei bedanken, die uns sicher durch das Gewühl der lebendigen Straßen leitete und alle Hände voll zu tun hatte, da durch unsere Demonstartion über Stunden der Auto- und Strassenbahnverkehr in der Berlin Innenstadt lahm legt wurde.

    Wir kommen wieder mit noch mehr Eltern, wenn sich nicht etwas ändert, damit die Rechte der Kinder auf Mutter und Vater endlich durch politische Vorgaben eingelöst wird.

    Dietmar Nikolai Webel
    Bundesvorstand / Politik und Öffentlichkeit

    Bilder: Detlev Grass (OV-Havelland)