Ich bedanke mich bei allen Vätern und Großeltern, die heute nach Magdeburg gekommen sind, um mich in meinem Kampf um mein einziges Kind zu unterstützen.

 

Seit nun schon über 6 Jahren bin ich der Willkür der Behörden in Sachsen-Anhalt ausgesetzt. Ich habe auch an den Ministerpräsidenten Böhmer einen Brief geschrieben. Er sollte dafür sorgen, dass die Urteile in seinem Bundesland auch durch die staatlichen Behörden umgesetzt werden.

 

Der Ministerpräsident ist für die Arbeit seiner Ministerien, seines Landesverwaltungsamt, seines Landesjugendamt, seiner Jugendämter in den Städten und Kreisen zuständig. Über den Dienstweg kann er selbstverständlich jederzeit seine Einfluss ausüben.

 

Seine Antwort war Ignoranz und Demütigung. "Er mische sich in laufende Verfahren nicht ein." Das sollte er auch nicht, er sollte bei der Umsetzung bestehender Urteile in seinem Bundesland für Recht und Ordnung sorgen.

 

Ich kann nicht verstehen, warum ich in Deutschland nicht mein Kind bekommen kann, obwohl ich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschen­rechte und vor dem Bundesverfassungsgericht Recht bekommen habe.

 

Immer wieder werden nur die Interessen der Pflegeeltern berücksichtigt. Ich werde immer für meinen Sohn kämpfen. Christofer weiß, dass ich immer für ihn da sein werde. Ich liebe mein Kind.

 

Kazim Görgülü