Zitiert aus:
Weser Kurier
25.1.2007
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Gedenken an Kevins Grab Von unserer Redakteurin |
BREMEN. "Wenn wir ihm schon nicht in seinem Leben helfen konnten", sagt Harry Winkel (58) aus Oslebshausen, dann solle Kevin nun wenigstens im Tod nicht vergessen werden. Sein Anliegen: Das Grab des Jungen auf dem Waller Friedhof soll liebevoll gepflegt werden. Deshalb ist Harry Winkel am Dienstag - an jenem Tag wäre Kevin drei Jahre alt geworden - mit mehreren Bekannten zum Waller Friedhof gekommen. Der 58-Jährige erinnerte in einer kurzen Ansprache an das Kind und zog eine Absperrung um die beiden Gräber nebenan. Dort sind Kevins Mutter und sein tot geborener Halbbruder beerdigt. Allerdings ist davon nichts mehr zu sehen, denn die Gräber sind weder eingefasst noch bepflanzt. Der Hintergrund:...
...Und Kevins Großmutter kann sich nicht um die Grabpflege kümmern, weil sie weit weg wohnt. Die Nutzungsrechte für Kevins Grab selbst liegen bei der Sozialbehörde, sagte Jörg Henschen, Büroleiter von Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD). Der Grund: Der Junge stand, nachdem seine Mutter im November 2005 gestorben war, bis zu seinem Tod unter Amtsvormundschaft. Kevins Grab, sagte Henschen, solle im Frühjahr eingefasst und bepflanzt werden und einen kleinen Grabstein erhalten. Die Mittel dafür stehen laut Henschen bereit. Zudem bemühe sich das Ressort darum, Menschen zu finden, die das Grab pflegen möchten. Dabei gehe es jedoch nicht ums Sparen. Vielmehr wolle die Behörde diese Aufgabe gern in die Hände von Menschen legen, die sich aus persönlichen Motiven um das Grab kümmern möchten. "Sonst würden wir eine Gärtnerei beauftragen", sagte Henschen. Kevins Grabstätte sei für zehn Jahre finanziert - diese Zeitspanne sei bei Kindergräbern üblich. Eine Verlängerung sei möglich. Unabhängig von den Bemühungen des Sozialressorts ist Harry Winkel in Sachen Grabpflege aktiv geworden. Er hat in Gröpelingen und Oslebshausen Bekannte angesprochen und um Unterstützung gebeten. Etwa 20 Frauen und Männer haben sich bereit erklärt, Geld zu spenden oder sich um Kevins Grab zu kümmern. Wenn sich sonst niemand finde, "dann würden wir die Grabpflege übernehmen", sagt der 58-Jährige. In Abstimmung mit dem Sozialressort kümmert sich auch der "Verein verwaister Eltern und Geschwister", der schon Kevins Beerdigung organisiert hatte, um eine Lösung. Dazu stehe der Verein auch im Kontakt mit der Großmutter des Kindes, sagte Geschäftsführer Heiner Melching. Er würde genauso wie Harry Winkel am liebsten alle drei Gräber einbeziehen. Dazu müssten aber die Nutzungsrechte in einer Hand liegen. Der Verein versuche derzeit, das über den Anwalt von Kevins Ziehvater zu klären, erklärte Melching. Dass sich in Gröpelingen und Oslebshausen nun engagierte Menschen gefunden haben, denen die Pflege von Kevins Grab am Herzen liegt, findet Melching sehr positiv.
Kontakt: "Verein verwaister Eltern und Geschwister"
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Wir bitten um Unterstützung.
Möge die Schönheit der Blumen Allen ein Zeichen sein.
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