Der Weltgesundheitstag ist der Gedenktag an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organization, WHO). Die Verfassung der WHO wurde am 3. Juli 1946 von 61 Staaten in New York verabschiedet. Am 7. April 1948 trat die Verfassung, nach der Ratifikation des 26. Unterzeichnetstaates, in Kraft.
Die WHO legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz fest. Vorrangig werden hier Themen gewählt, die die gesundheitlichen Verhältnisse in Entwicklungsländer im Auge haben. Es werden aber auch Themen gewählt, die sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die Industrieländer von Bedeutung sind. Hierzu zählen Themen wie Impfschutz, Rauchen, Unfälle und Familiengesundheit.
Als Familienpolitische Organisation liegt uns selbstverständlich die Familiegesundheit am Herzen. Insbesondere betrachten wir hierbei die Gesundheitlichen Auswirkungen von Trennung und Scheidung.
So stellt
Prof. Goeschel
in seinen Studien fest, das die Gesundheitlichen Aspekte des
Scheidungsgeschehens in Deutschland kaum thematisiert werde,
obwohl eine Gesundheitsbetrachtung bei dem Massenereignis
Ehescheidung erforderlich ist. Im Weiteren stellt er fest das
durch die Scheidungsbelastung, Selbstschädigung
begünstigt werden. Insbesondere sind Männer von
gravierenden
Gesundheitsfolgen des Scheidungskonfliktes betroffen. Die
Folgen verursachen einen bedeutenden volkswirtschaftlichen
Schaden. Auch die Kosten für das Gesundheitssystem sind
nicht zu vernachlässigen. Hier stehen auch
Familiengerichte und Jugendämter in der Verantwortung, da
sie das Scheidungsgeschehen regeln und verwalten. Im
Scheidungsrecht werden nur die gesundheitlichen Voraussetzungen
für eine Scheidung geregelt. Gesundheitliche
Scheidungsfolgen werden nicht berücksichtigt. So kommt
Prof. Goeschel in seinem Beitrag
Trennung und Scheidung als Gesundheitsrisiko
zu dem Schluss, dass es zu einem
"Gesellschaftliches Bündnis gegen die Vernichtung von
Humankapital durch Scheidungspolitik und Scheidungspraxis"
kommen muss.
In seinem Beitrag
Trennung und Scheidung als Gesundheitsrisiko für die Männer in der Regionen Deutschlands: Überlegungen zu einer Präventionsstrategie
geht er dann noch auf die regionale Unterschiede in Deutschland
ein und bespricht auch Rehabilitations- und Präventions-
Möglichkeiten.
In seinem Vortag
Männergesundheit und Trennungskonflikt: Sozialmedizinische und gesundheitsökonomische Aspekte des Familien- und Eherechts",
welchen er anlässlich des
3. Familienkongress in Halle
vorgetragen hat, geht er auf die Verantwortung bzw. auf
das Versagen des Staates ein.
Natürlich sind von diesen Folgen nicht nur Männer
betroffen sondern auch Frauen. So ist in der
Internetausgabe der Apotheken-Rundschau (GesundheitPro.de)
nachzulesen, dass die Scheidung an
zweiter Stelle, gleich nach dem Tod eines nahe stehenden
Familienangehörigen, in der Rangliste schwerwiegender
Lebensereignisse steht.
Prof. Kurt Hahlweg geht hierbei soweit, dass Krach und Stress
im Familienalltag nicht nur auf die Psyche geht. Sondern, dass
das auch das Immunsystem geschwächt wird. Somit wird der
Körper anfällig für akute Infektionen und
chronische Erkrankungen.
Ebenfalls bei GesundheitPro.de ist nachzulesen, dass der Einfluss auf Kinder die aus geschiedenen Ehen stammen, erst im Erwachsenenalter voll zur Geltung kommt. Insbesondere werden hier wiederum die Jungen besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie leiden nicht merklich an der Trennung Ihrer Eltern. Auch wenn es heißt, dass sie die Trennung gut verkraftet haben, treten Probleme dann erst im Erwachsenenalter auf. Sie haben Angst, dass Ihre eigene Beziehung scheitert. Und wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, scheitern die Ehen von Trennungs-Jungen 4 mal öfter als bei unbelasteten Beziehungen. Bei Mädchen liegt dieser Wert nur bei dem Faktor 2.
Die Online Ärzte Zeitung (www.aerztezeitung.de) meldet das 30% aller Männer in den ersten 10 Jahren nach der Scheidung sterben. Bei Tod der Partnerin liegt dieser Wert bei nur 20%. Allerdings stammen diese Zahlen vom britischen Office for National Statistics (ONS). Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Zahlen in Deutschland wesentlich anders ausfallen. (Wer hat hierzu Informationen?)
Insgesamt steht es mit der Männergesundheit in Deutschland gar nicht gut. Aus einer MANNdat-Studie geht hervor, dass Männer im Schnitt 6 Jahre, aufgrund von Lebensumständen, früher sterben als Frauen. Biologisch dürfte dieser Unterschied nur 2 Jahre betragen.
All diese Informationen zusammen ergeben, dass insbesondere Trennungsväter und auch ihrem männlichen Nachkommen, im Gesundheitsbereich, extrem benachteiligt werden. Wie die MANNdat-Studie zeigt werden Männer grundsätzlich benachteiligt. Wenn man dann noch die Veröffentlichungen von Prof. Goeschel hinzunimmt, ergibt sich eine katastrophale Situation. Weiter Wertungen überlasse ich dem Leser.
Weitere Links:
Netzwerk Maennergesundheit (http://www.netzwerk-maennergesundheit.de/)
Kur+Reha GmbH: Spezialtherapien/Vater-Kind-Kuren