Väteraufbruch für Kinder Jena

Infoabend
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Vermittlung bei Trennung und Scheidung   -   Mediation!


Für die meisten Menschen ist eine glückliche Partnerschaft das höchste Ziel im Leben. Im konkreten Fall gestaltet sich das Zusammenleben jedoch zuweilen problematisch. Statistisch gesehen werden 42% der Ehen früher oder später geschieden. Bei jeder zweiten Trennung sind Kinder unter 18 Jahren betroffen . Für unverheiratete Paare werden die Verhältnisse nicht günstiger sein. Ein schwerer Einschnitt, besonders für den Nachwuchs.

Dank der gemeinsamen elterlichen Sorge im Regelfall seit 1998 sind die Auseinandersetzungen um die Kinder weniger geworden. Qualität und Häufigkeit der Kontakte zu beiden Eltern in der Zeit danach haben sich deutlich verbessert.

Vorreiter auf der Suche nach einvernehmlichen Lösungen auch in strittigen Fällen waren Jugendamt und Familiengericht in Cochem. Mit professioneller Unterstützung wurden Eltern befähigt, selbst tragfähige Reglungen für ihre Kinder zu finden, statt die Verantwortung Anwälten, Richtern, Gutachtern usw. zu überlassen. Daher wird eine gute Zusammenarbeit aller Trennungsbegleiter heute auch als "Cochemer Praxis" bezeichnet.

Ein entsprechender interdisziplinärer Arbeitskreis arbeitet seit Anfang 2006 auch erfolgreich in Jena. Ziele sind vor allem eine verstärkte Kooperation und geringe Zeitverzögerungen in allen Verfahren, die die Sorge und den Umgang berühren. Die gemeinsame und eigenständige elterliche Verantwortung mit Blick auf das Kind soll gestärkt bzw. entwickelt werden.

Ein wesentliches Hilfsmittel in diesem Prozess kann Mediation sein. Es handelt sich dabei um eine Methode der gewaltfreien Konfliktbearbeitung mit Hilfe einer neutralen, dritten Person. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Konfliktpartner fähig sind, die für sie akzeptable Lösung gemeinsam zu finden. Das setzt natürlich voraus, dass die Beteiligten miteinander kommunizieren und alle Meinungen und Sichtweisen gehört werden. Dazu brauchen die meisten Menschen in Konfliktsituationen Unterstützung in der Person eines Mediators. Bei Mediation geht es um Einsicht - nicht um Rechthaberei. Es gibt keine Verlierer. Beide Parteien können im konstruktiven Gespräch nur gewinnen.

Zu einem öffentlichen Informationsabend über die Vermittlungschancen nach Trennung und Scheidung lädt der Väteraufbruch für Kinder am Donnerstag den 8. 11. 2007 in das Stadtteilbüro Lobeda ein! Beginn ist 20 Uhr. Den Vortrag zur Methode der Mediation wird Frau Ute Unger halten. Sie ist erfahrene Mediatorin bei "AlSo-Mediation" unter anderem mit dem Schwerpunkt Familie. Einen einführenden Bericht aus dem interdisziplinären Arbeitskreis "Elterliche Sorge und Umgang am Familiengericht Jena" wird Frau Juliette Ehrenberg geben, Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes beim Jugendamt Jena (ASD) und Koordinatorin des Arbeitskreises.