Klaus Sonnefeld: „Die (un)heimliche Macht der Frauen“
Essay zum Buch Schardt Verlag 2005 ISBN 3-89841-208-3 Broschur,
345 Seiten

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Als vor ca. 200 Jahren, beeinflusst durch die Atomtheorie von John Dalton, die Chemie begann, sich von den Alchimisten und „Hexenmeistern“ zu trennen, hatte ein überaus wichtiger Teil des Verstehens um die Zusammenhänge in der Natur seine erste große Hürde genommen. Sieht man einmal davon ab, dass bereits in den Schriften vorsokratischer Naturphilosophen von einer universellen organischen Evolution die Rede war, so wurden doch bis zu diesem Zeitpunkt Antworten auf die „großen Fragen“ der Menschheit ausschließlich von Schamanen und Religionsführern gegeben. Seit den ersten Veröffentlichungen der Evolutionsbiologie 1858 von Charles Darwin und Alfred R. Wallace bis zur heutigen Zeit sind selbstverständlich auch neue Erkenntnisse hinzugekommen. Die jetzige synthetische Evolutionsbiologie kann bekanntlich auf modernste technische Hilfsmittel zugreifen, die den damaligen Urvätern natürlich fehlten. Sie bestätigt im Grundsatz Darwins Theorien. Um so erstaunlicher und für mich unbegreiflich ist es, dass bis heute die in der Bibel oder in anderen vorzeitlichen Schöpfungsgeschichten verankerten und zunächst über viele Generationen nur mündlich weitergegebenen mythologischen Vorstellungen unserer Vorfahren nach wie vor die Grundlage der jüdischen, moslemischen und christlichen Religion sind. Jeder gebildete Mensch, ebenso wie die obersten Vertreter dieser Religionen, weiß, dass seit vielen Jahrzehnten ganz andere, aus den Erkenntnissen der Astronomie und Biologie ableitbare Grundlagen über die Entstehung des Planeten Erde, über das unendliche Universum und über die organische Evolution bis zu uns Menschen zweifelsfrei vorliegen. Verantwortlich für diese ‚Verdummungsstrategie‘ ist das während der Sesshaftwerdung entstandene, übersteigerte Machtstreben einzelner Menschen. Davor lebten wir in egalitären Gesellschaften, die Machtbesessene zwecks Heilung zum „Medizinmann“ schickten. Diese „Kranken“ versuchen bis heute, mit Hilfe ihrer Glaubensdogmen, in Verbindung mit der Angst des Menschen vor dem Tod, den natürlichen, evolutionsbedingten Vorgang vom Werden und Vergehen zu leugnen, um so Macht über andere zu erlangen. Dabei hilft ihnen der Traum des Menschen vom ewigen Leben.

Natürlich enthalten die Religionen viele anerkennenswerte ethisch-moralische Grundsätze für ein geregeltes gesellschaftliches Zusammenleben, aber die Geschichte der Vergangenheit bis zu den Auseinandersetzungen in der Gegenwart zeigt auch, wie viel Unglück durch Religionsfanatiker über die Menschen gebracht worden ist – meist unter Berufung auf einen so genannten „Gottesauftrag“.

Für einen evolutionär denkenden Menschen sind Organismen Lebe- und Sterbewesen. Für ihn besteht der eigentliche biologische Sinn seines kurzen Erdendaseins darin, seine Gene an seine Nachkommen zu hinterlassen. Er denkt daher in der Einheit „Generationen“, d. h. er bezieht die Zukunft in seine Überlegungen mit ein. Dieses Denken beinhaltet somit eine Fürsorge für die Nachkommen des sterblichen Individuums. Der Frau kommt dabei eine naturgegebene Sonderrolle zu.
Aus diesem Grund leben Menschen, die Kinder hinterlassen, in aller Regel auch „vorsorglicher“ (d. h. die natürlichen Ressourcen schonender) als die gewollt Kinderlosen. Diese, aus der genetisch toten Sackgasse der Evolution, leben nicht selten nach dem egoistischen Motto: „Nach mir die Sintflut“, oder „double income, no kids“.

Leider ist in vielen europäischen Ländern das natürliche Denken in Generationen verloren gegangen. Dies geschah im Zuge der Individualisierung durch wachsenden Wohlstand und der Geburt unseres Wohlfahrtsstaates. Im Klartext war es die starke Ablehnung konservativer und autoritärer Familienstrukturen durch die 68er Bewegung und den „modernen“ Feminismus. Die damaligen Idole der sexuellen Revolution der Frau, wie Simon de Beauvoir, Alice Schwarzer, Valerie Solanas u.a., meist Lesben, waren wohl kaum geeignet den Frauen die Gründung einer Familie schmackhaft zu machen. Entsprechend wenig Nachwuchs hat unser Land und entsprechend barbarisch gehen wir heute mit den wenigen Ressourcen um, die unseren Nachkommen ein Leben in Armut ersparen könnten. Zu allem Überfluss kommt gemäß der christlichen Dogmatik dem Homo Sapiens in der Natur eine Sonderstellung zu, die das Recht auf Beherrschung aller „Mitgeschöpfe“ einschließt. Dies zeigt, wie schwierig es für stark christlich geprägte Menschen ist, Evolution anzuerkennen, aber auch wie einfach es sein könnte, mit dem Wissen um die Evolution Menschheitsprobleme zu lösen. Dabei ist auch der christliche Glaube durchaus mit grundlegenden Erkenntnissen der Evolutionsbiologie vereinbar, wie Mitte der 1990er Jahre die katholische Kirche mit der Anerkennung der „theistischen“ Evolution gezeigt hat.

Doch fanatische Christen und bibeltreue Kreationisten versuchen seit Jahrzehnten, das heutige Wissen um die Evolution der Lebewesen zu verfälschen oder auszurotten. Dies tun sie unter anderem mit Hilfe der Kirchen und all jenen, denen die Evolution nicht ins Programm passt. Ihr Einfluss reicht längst bis in unsere Schulen, wie einige Bücher und selbst Schulvideos zeigen. Dagegen sollte sich jeder vernünftige Mensch auflehnen. Deutschland darf nicht, wie die USA, die arabischen Staaten und einige andere Länder zu den Gesellschaften gehören, in denen die Evolution aus dem Schulunterricht gestrichen wurde.

Es ist schon schlimm genug wie der so genannte modernere Feminismus oder die marxistisch, kommunistisch orientierten Gesellschaftsmuster der linken Studentenbewegung und aus ihr hervorgegangene Parteien mit ihrer Definition der menschlichen Entwicklungsgeschichte unser Land verändert haben. Sie ignorierten bei ihrer Sozialanalyse kurzerhand naturwissenschaftliche Erkenntnisse und machten sich die Idealisierungen des Weiblichen zu eigen, wie sie von der Frankfurter Schule um Max Horkheimer oder auch von Herbert Marcuse und Jürgen Habermas in Abhandlungen über die Familie und in den Debatten der 68er Bewegung über die Zukunft der Revolution vertreten wurden. Dies hat heute zur Verunglimpfung der biologischen Attribute des Mannes, zum Lobgesang auf die Frau und zur Verlagerung der Autoritäten in der Familie auf die Mutter oder den Staat geführt. Die Zahl der Alleinerziehenden (ca. 9o % Frauen) spricht Bände. Die von diesen selbst ernannten Gesellschaftsmachern ins Leben gerufene und wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Analyse der männlichen Rolle als Unterdrücker der Frau und Ausbeuter der Erde wurde fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Konsens und Grundlage vieler Gesetze und Parteiprogramme in den westlichen Industriestaaten, besonders in Deutschland.

Herablassend, ignorant und ohne geschichtliches Hintergrundwissen hat die Frauenbewegung Zerrbilder vom Mann aus anderen Kulturen und deren Gesellschaften gezeichnet. Man leitete daraus das Recht ab, sich einzumischen. Besonders in islamischen Ländern. Und das nicht nur verbal, mit Hilfe der Medien, sondern als Motivationsquelle für Militäreinsätze wie z.B. gegen die frauenunterdrückenden Taliban beim Afghanistankrieg und anderswo. Der heutige Aufruhr unter den Muslimen, um die von westlichen Medien gezeigten Mohammed-Karikaturen, ist nur der Anfang einer Reihe von Auseinandersetzungen, die durch Dummheit und Intoleranz angestoßen wurde. Diesmal waren es nur einige Hundert Tote. Es zeigt sich auch, dass es z.B. einen kausalen Zusammenhang zwischen den Veränderungen, die durch die 68er-Bewegung eingeleitet wurden und dem Verlust wichtiger Tugenden gibt. Darum werden die westlichen Industrienationen schon bald ihre kulturelle und danach ihre militärische Vormachtstellung auf der Erde verlieren, so wie Samuel. P. Huntington es in seinem Buch Kampf der Kulturen vorausgesagt hat. Wirtschaftlicher Niedergang, dessen Anfänge wir heute schon beobachten können, mit eingeschlossen.

Kaum jemand hatte es ihnen damals zugetraut, aber eine große Mitschuld an den beklagenswerten Zuständen tragen die naiven Potenzphantasien der 68er Studentenbewegung, wie ihr „Vordenker“ Jürgen Habermas sie im Juni 1969 resigniert bezeichnete, als er sich von ihren Ideen distanzierte. Doch auch er irrte. Teile ihrer Fantastereien sind heute fest in den westlichen Gesellschaften etabliert und bilden einen übermächtigen Gegenpol zum Rationalismus. Danach ist es z.B. die Biologie des Mannes, die für den Zustand der Erde verantwortlich ist und die es zu bekämpfen gilt.

Doch wer Geschichte unvoreingenommen liest, bei den Anthropologen nachschlägt und die Geschlechterrollen in den verschiedenen Kulturen analysiert, kommt zu einem völlig anderen Ergebnis. Die Frau mit ihrer omnipotenten Mutterrolle und nicht der Mann beeinflusst maßgeblich den Lauf der gesamten kulturellen Welt – in den Beziehungen zwischen den Geschlechtern sogar schon solange es Primaten gibt. Ihre Überlegenheit entstand als logische Folge einer unterschiedlichen Aufgabenverteilung in der Evolution des Menschen. Die wichtigste Aufgabe für den Mann bestand darin sich fortzupflanzen, also so oft wie möglich seine Gene zu verteilen - unter bestimmten Umständen sogar mit Gewalt, wie die beiden amerikanischen Professoren Randy Thornhill und Craig Palmer in ihrem Buch A natural History of Rape beschrieben haben. Die Aufgabe der Frau bestand darin, den Mann so zu „verzaubern“, dass er sie begehren, beschützen und lieben sollte. Erst wenn sie sich seiner Liebe sicher war, erst dann war für sie Sex und Nachwuchs relevant. Dieser weibliche „Zauber“ gipfelte in der stillschweigenden Verpflichtungserklärung eines jeden Mannes, vor jedem Geschlechtsakt die materielle Verantwortung für einen möglichen Nachwuchs anzuerkennen und zu übernehmen. Bis heute wachen entsprechende Gesetze darüber.

Doch wer Geschichte unvoreingenommen liest, bei den Anthropologen nachschlägt und die Geschlechterrollen in den verschiedenen Kulturen analysiert, kommt zu einem völlig anderen Ergebnis. Die Frau mit ihrer omnipotenten Mutterrolle und nicht der Mann beeinflusst maßgeblich den Lauf der gesamten kulturellen Welt – in den Beziehungen zwischen den Geschlechtern sogar schon solange es Primaten gibt. Ihre Überlegenheit entstand als logische Folge einer unterschiedlichen Aufgabenverteilung in der Evolution des Menschen. Die wichtigste Aufgabe für den Mann bestand darin sich fortzupflanzen, also so oft wie möglich seine Gene zu verteilen - unter bestimmten Umständen sogar mit Gewalt, wie die beiden amerikanischen Professoren Randy Thornhill und Craig Palmer in ihrem Buch A natural History of Rape beschrieben haben. Die Aufgabe der Frau bestand darin, den Mann so zu „verzaubern“, dass er sie begehren, beschützen und lieben sollte. Erst wenn sie sich seiner Liebe sicher war, erst dann war für sie Sex und Nachwuchs relevant. Dieser weibliche „Zauber“ gipfelte in der stillschweigenden Verpflichtungserklärung eines jeden Mannes, vor jedem Geschlechtsakt die materielle Verantwortung für einen möglichen Nachwuchs anzuerkennen und zu übernehmen. Bis heute wachen entsprechende Gesetze darüber.

Und doch kommt es immer wieder auch zum Bruch dieses Abkommens, da die menschliche Spezies zu den polygam veranlagten Lebewesen gehört. Aus dieser unterschiedlichen Interessenlage entwickelte sich ein hochexplosiver und instabiler sozialer Bauplan, denn bei keiner anderen Spezies ist ihr Überleben so gnadenlos an dieses Abkommen gebunden. Und bei keiner anderen Spezies ist auch der Nachwuchs solange auf dieses Abkommen angewiesen, denn nur beim Homo sapiens dauert es 18 bis 21 Jahre, um den Erwachsenenstatus zu erreichen. Schuld daran ist unser monströses Gehirn. Aus Sicht einiger Naturwissenschaftler hat es im Verhältnis zu anderen Säugetieren krankhafte Ausmaße angenommen, und dies könnte unser Abtreten von der Weltenbühne noch beschleunigen. Seine Größe wurde in entscheidendem Maße durch das komplizierte soziale Geflechtswerk in den Beziehungen untereinander beeinflusst. Während für einen erfolgreichen Jäger (Ernährer) Mut, Kraft, Risikobereitschaft und Logik vorteilhaft war, kam es bei ihr darauf an, das soziale Miteinander zu organisieren und zu beherrschen. Natürlich um zu Überleben aber auch um sich gegen die physische Überlegenheit des Mannes durchsetzen zu können. Bis heute spiegelt sich das in der unterschiedlichen Berufswahl nieder. Dabei war Gedankenlesen, Schauspielen, Lügen und Intrigieren ihr wichtigster Gehirnwachstumsbeschleuniger. Entsprechend unterschiedlich haben sich beide Gehirne entwickelt. So gelingt es ihr zum Beispiel immer noch, dass der Mann in allen Gesellschaften als gewalttätiger und aggressiver angesehen wird als sie, obwohl Untersuchungen aus Neuseeland, den USA und England zeigen, dass die Frau ebenso gewalttätig und aggressiv ist wie der Mann. Doch diese Erkenntnisse sind kaum bekannt und auch eins von vielen Tabuthemen besonders in unserem Lande.

Sie bestimmt die gesellschaftlichen Prioritäten, so wie es in den dörflichen Gemeinschaften schon immer der Fall war. Und so gibt es kaum soziale Einrichtungen für den Mann, aber Hunderte für die Frau. 70% der Kosten im Gesundheitswesen werden von Frauen verursacht und auch ihre längere Lebenserwartung hat damit zu tun. All dies ist Teil ihrer Überlebensstrategie; bewährte Grundlage und logische Folge unserer Jahrmillionen andauernde Entwicklungsgeschichte. Männer bekommen nun mal keine Kinder. Das war schon immer so.

Doch ein besonderer Zustand in menschlichen Gesellschaften bestimmt ganz entscheidend den Grad der von Frauen gewünschten männlichen Attribute. Es ist der Krieg. Nicht nur, dass dann plötzlich mehr Jungen geboren werden, sie werden auch von den Müttern zu „richtigen Männern“ erzogen. Nach der Pubertät auch von den Vätern, in Sportclubs, Schützenvereinen, oder anderweitig. In langen Friedensphasen aber, von denen es in der Geschichte nur sehr wenige gab, werden den Männern ihre Attribute wieder aberzogen und die weiblichen haben Vorrang. Die ungewöhnlich lange Friedensphase in Deutschland und den westlichen Industriestaaten belegt dies auf eindrucksvolle Weise. So werden heute überwiegend Bücher oder Filme bevorzugt, die dieses andere Männerbild bedienen. So ist die Zahl der Sportvereine drastisch zurückgegangen und selbst die Oskarverleihung orientiert sich an diesem Muster: Eine Frau, die, wenn sie nur will, richtig gefördert und nicht unterdrückt wird, ist in allen Lebenslagen dem Manne überlegen, heißt es nun.

Den heutigen Zustand in den Geschlechterbeziehungen der westlichen Welt hat es in der jüngeren Geschichte so wohl noch nicht gegeben: der totale Identitätsverlust des Mannes. Seit Jahren werden die Jungen, durch massive Förderung der Mädchen stark benachteiligt. Dies haben sogar die linken Gewerkschaften erkannt. Aber eine Änderung ist nicht in Sicht. Schlimmer noch. In unserem und einigen anderen „modernen“ westlichen Ländern, wird dem Mann auch noch die Rolle des Vaters abgesprochen. Doch von aufmucken keine Spur. Warum auch? Er durchschaut das nicht. Er merkt nicht einmal diesen Wandel. Glaubt selbst der Schuldige zu sein. Nach wie vor betet er sie an. Für sie schuftet er, beschützt sie oder opfert sein Leben auf den Schlachtfeldern dieser Erde. Während sie in sich investiert (Schönheit, Mode etc.), investiert er vornehmlich in sie. Wenn er mal in sich selbst investiert, dann nur, um sich für sie interessanter zu machen oder Konkurrenten auszustechen. (Bodybuilding, teure Autos, ein Haus, Beruf, Titel, etc.)

Unter all diesen Aspekten komme ich zu dem Schluss, dass die Frau mit ihrer sozialen Intelligenz dem Manne schon immer haushoch überlegen war. Diese Macht nutzt sie auf eine (un)heimliche Weise zur Durchführung ihrer von der Natur übertragenen Aufgabe: nämlich für die Erhaltung unserer Art zu sorgen. Der Mann kann dabei bedingungslos mithelfen oder gnadenlos untergehen. So programmiert schrieb sie das Drehbuch für unser „Menschheitsdrama“, in dem sich alles um Macht, Eifersucht, Liebe, Sex, Doppelmoral, Lügen und Betrügen dreht.

Nach dem Buch des bekannten Autors und Medienwissenschaftlers Arne Hoffmann (Sind Frauen bessere Menschen), der das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat, und das des Historikers Prof. Martin v. Creveld (Das bevorzugte Geschlecht) ist mein Buch nun der wohl erste Versuch, Frauen und Männern ihre Unterschiedlichkeit in ihrer Entwicklungsgeschichte näher zu bringen. Das Bild von der unschuldigen, liebenswerten und feenhaften Frau verliert hier ebenso seinen Mythos wie das vom gewalttätigen und aggressiven Mann. Damit stelle ich mich gegen den heutigen Zeitgeist und die auf unserer Kultur lastenden totalitären Ideologie, die ja aus dem „modernem“ Feminismus und den Ersatzreligionen der 68er-Bewegung entstanden ist. Doch nur so kann nicht nur das Konfliktbeladene Geschlechterverhältnis entschärft werden, das nach den 68ern eine krankhafte Dimension erreicht hat, sondern auch eine Diskussionsplattform eröffnet werden, auf der alle Menschheitsprobleme aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet werden können. Dies könnte zu einer realistischeren Betrachtung der weltweiten kulturellen Konflikte und zu deren Erklärung beitragen. Darum ist eine politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik überlebenswichtig.

Zum Autor
Klaus Sonnefeld ist 1947 in Herten i/W geboren und in Gelsenkirchen-Buer aufgewachsen. Nach seiner Zeit als Berufsoldat, die ihn zu Einsetzen an verschiedenste Orte im Ausland brachte, lebt er nun wieder in seiner Heimatstadt. Heute ist er verheiratet, Vater und Stiefvater und leitet seit 22 Jahren ein mittelständisches Unternehmen.

Bedingt durch seine vielseitigen Interessen und Fähigkeiten arbeitet er auch als Komponist, Texter, und Autor. Er spricht fünf Sprachen, schreibt für Abenteuer- und Sportjournale und ist begeisterter Gleitschirmflieger, Taucher und Naturfilmer.
Seit jeher hat ihn die Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt. Dies hat ihn nicht nur zu literarischen Arbeiten inspiriert, wie sein erstes Buch Der weiße Rabe zeigte, sondern auch zum kritischen Hinterfragen von Gesellschaftsproblemen.

Seine zahlreichen Reisen und Expeditionen führten ihn an die unterschiedlichsten Orte dieses Planeten. Viele Male hat er die Ureinwohner Amerikas und Asiens besucht und dabei die Verbundenheit ihrer Kultur mit der Natur bewundert und zu verstehen versucht. Aber auch schon die kulturellen Unterschiede zwischen unseren europäischen Nachbarn machten ihn nachdenklich. So ist dann sein Hauptinteressengebiet, die Verhaltensforschung und Evolutionsbiologie entstanden.

Durch all diese Erfahrungen war es dann nur konsequent sich gegen jede Form fundamentalistischen Eintretens für eine Ideologie oder eine Religion zu wenden. Dies gilt für radikale Feministinnen ebenso wie für Islamisten oder Kreationisten. Entsprechend stark ist sein Engagement, den Menschen ihre Entwicklungsgeschichte näher zu bringen. Er ist davon überzeugt, dass nur mit diesem Wissen die Probleme und Konflikte auf der Erde entschärft und gelöst werden können.