
Stimmen zum Buch
Als vor ca. 200
Jahren, beeinflusst durch die Atomtheorie von John Dalton, die Chemie begann,
sich von den Alchimisten und „Hexenmeistern“ zu trennen, hatte ein überaus
wichtiger Teil des Verstehens um die Zusammenhänge in der Natur seine erste
große Hürde genommen. Sieht man einmal davon ab, dass bereits in den Schriften
vorsokratischer Naturphilosophen von einer universellen organischen Evolution
die Rede war, so wurden doch bis zu diesem Zeitpunkt Antworten auf die „großen
Fragen“ der Menschheit ausschließlich von Schamanen und Religionsführern
gegeben. Seit den ersten Veröffentlichungen der Evolutionsbiologie 1858 von
Charles Darwin und Alfred R. Wallace bis zur heutigen Zeit sind
selbstverständlich auch neue Erkenntnisse hinzugekommen. Die jetzige
synthetische Evolutionsbiologie kann bekanntlich auf modernste technische
Hilfsmittel zugreifen, die den damaligen Urvätern natürlich fehlten. Sie
bestätigt im Grundsatz Darwins Theorien. Um so erstaunlicher und für mich
unbegreiflich ist es, dass bis heute die in der Bibel oder in anderen
vorzeitlichen Schöpfungsgeschichten verankerten und zunächst über viele
Generationen nur mündlich weitergegebenen mythologischen Vorstellungen unserer
Vorfahren nach wie vor die Grundlage der jüdischen, moslemischen und
christlichen Religion sind. Jeder gebildete Mensch, ebenso wie die obersten
Vertreter dieser Religionen, weiß, dass seit vielen Jahrzehnten ganz andere, aus
den Erkenntnissen der Astronomie und Biologie ableitbare Grundlagen über die
Entstehung des Planeten Erde, über das unendliche Universum und über die
organische Evolution bis zu uns Menschen zweifelsfrei vorliegen. Verantwortlich
für diese ‚Verdummungsstrategie‘ ist das während der Sesshaftwerdung
entstandene, übersteigerte Machtstreben einzelner Menschen. Davor lebten wir in
egalitären Gesellschaften, die Machtbesessene zwecks Heilung zum „Medizinmann“
schickten. Diese „Kranken“ versuchen bis heute, mit Hilfe ihrer Glaubensdogmen,
in Verbindung mit der Angst des Menschen vor dem Tod, den natürlichen,
evolutionsbedingten Vorgang vom Werden und Vergehen zu leugnen, um so Macht über
andere zu erlangen. Dabei hilft ihnen der Traum des Menschen vom ewigen Leben.
Natürlich enthalten die Religionen viele anerkennenswerte ethisch-moralische
Grundsätze für ein geregeltes gesellschaftliches Zusammenleben, aber die
Geschichte der Vergangenheit bis zu den Auseinandersetzungen in der Gegenwart
zeigt auch, wie viel Unglück durch Religionsfanatiker über die Menschen gebracht
worden ist – meist unter Berufung auf einen so genannten „Gottesauftrag“.
Für einen evolutionär denkenden Menschen sind Organismen Lebe- und
Sterbewesen. Für ihn besteht der eigentliche biologische Sinn seines kurzen
Erdendaseins darin, seine Gene an seine Nachkommen zu hinterlassen. Er denkt
daher in der Einheit „Generationen“, d. h. er bezieht die Zukunft in seine
Überlegungen mit ein. Dieses Denken beinhaltet somit eine Fürsorge für die
Nachkommen des sterblichen Individuums. Der Frau kommt dabei eine naturgegebene
Sonderrolle zu.
Aus diesem Grund leben Menschen, die Kinder hinterlassen, in aller Regel auch
„vorsorglicher“ (d. h. die natürlichen Ressourcen schonender) als die gewollt
Kinderlosen. Diese, aus der genetisch toten Sackgasse der Evolution, leben nicht
selten nach dem egoistischen Motto: „Nach mir die Sintflut“, oder „double income,
no kids“.
Leider ist in vielen europäischen Ländern das natürliche Denken
in Generationen verloren gegangen. Dies geschah im Zuge der Individualisierung
durch wachsenden Wohlstand und der Geburt unseres Wohlfahrtsstaates. Im Klartext
war es die starke Ablehnung konservativer und autoritärer Familienstrukturen
durch die 68er Bewegung und den „modernen“ Feminismus. Die damaligen Idole der
sexuellen Revolution der Frau, wie Simon de Beauvoir, Alice Schwarzer, Valerie
Solanas u.a., meist Lesben, waren wohl kaum geeignet den Frauen die Gründung
einer Familie schmackhaft zu machen. Entsprechend wenig Nachwuchs hat unser Land
und entsprechend barbarisch gehen wir heute mit den wenigen Ressourcen um, die
unseren Nachkommen ein Leben in Armut ersparen könnten. Zu allem Überfluss kommt
gemäß der christlichen Dogmatik dem Homo Sapiens in der Natur eine
Sonderstellung zu, die das Recht auf Beherrschung aller „Mitgeschöpfe“
einschließt. Dies zeigt, wie schwierig es für stark christlich geprägte Menschen
ist, Evolution anzuerkennen, aber auch wie einfach es sein könnte, mit dem
Wissen um die Evolution Menschheitsprobleme zu lösen. Dabei ist auch der
christliche Glaube durchaus mit grundlegenden Erkenntnissen der
Evolutionsbiologie vereinbar, wie Mitte der 1990er Jahre die katholische Kirche
mit der Anerkennung der „theistischen“ Evolution gezeigt hat.
Doch
fanatische Christen und bibeltreue Kreationisten versuchen seit Jahrzehnten, das
heutige Wissen um die Evolution der Lebewesen zu verfälschen oder auszurotten.
Dies tun sie unter anderem mit Hilfe der Kirchen und all jenen, denen die
Evolution nicht ins Programm passt. Ihr Einfluss reicht längst bis in unsere
Schulen, wie einige Bücher und selbst Schulvideos zeigen. Dagegen sollte sich
jeder vernünftige Mensch auflehnen. Deutschland darf nicht, wie die USA, die
arabischen Staaten und einige andere Länder zu den Gesellschaften gehören, in
denen die Evolution aus dem Schulunterricht gestrichen wurde.
Es ist schon schlimm genug wie der so genannte modernere Feminismus oder die
marxistisch, kommunistisch orientierten Gesellschaftsmuster der linken
Studentenbewegung und aus ihr hervorgegangene Parteien mit ihrer Definition der
menschlichen Entwicklungsgeschichte unser Land verändert haben. Sie ignorierten
bei ihrer Sozialanalyse kurzerhand naturwissenschaftliche Erkenntnisse und
machten sich die Idealisierungen des Weiblichen zu eigen, wie sie von der
Frankfurter Schule um Max Horkheimer oder auch von Herbert Marcuse und Jürgen
Habermas in Abhandlungen über die Familie und in den Debatten der 68er Bewegung
über die Zukunft der Revolution vertreten wurden. Dies hat heute zur
Verunglimpfung der biologischen Attribute des Mannes, zum Lobgesang auf die Frau
und zur Verlagerung der Autoritäten in der Familie auf die Mutter oder den Staat
geführt. Die Zahl der Alleinerziehenden (ca. 9o % Frauen) spricht Bände. Die von
diesen selbst ernannten Gesellschaftsmachern ins Leben gerufene und
wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Analyse der männlichen Rolle als
Unterdrücker der Frau und Ausbeuter der Erde wurde fester Bestandteil unseres
gesellschaftlichen Konsens und Grundlage vieler Gesetze und Parteiprogramme in
den westlichen Industriestaaten, besonders in Deutschland.
Herablassend,
ignorant und ohne geschichtliches Hintergrundwissen hat die Frauenbewegung
Zerrbilder vom Mann aus anderen Kulturen und deren Gesellschaften gezeichnet.
Man leitete daraus das Recht ab, sich einzumischen. Besonders in islamischen
Ländern. Und das nicht nur verbal, mit Hilfe der Medien, sondern als
Motivationsquelle für Militäreinsätze wie z.B. gegen die frauenunterdrückenden
Taliban beim Afghanistankrieg und anderswo. Der heutige Aufruhr unter den
Muslimen, um die von westlichen Medien gezeigten Mohammed-Karikaturen, ist nur
der Anfang einer Reihe von Auseinandersetzungen, die durch Dummheit und
Intoleranz angestoßen wurde. Diesmal waren es nur einige Hundert Tote. Es zeigt
sich auch, dass es z.B. einen kausalen Zusammenhang zwischen den Veränderungen,
die durch die 68er-Bewegung eingeleitet wurden und dem Verlust wichtiger
Tugenden gibt. Darum werden die westlichen Industrienationen schon bald ihre
kulturelle und danach ihre militärische Vormachtstellung auf der Erde verlieren,
so wie Samuel. P. Huntington es in seinem Buch Kampf der Kulturen vorausgesagt
hat. Wirtschaftlicher Niedergang, dessen Anfänge wir heute schon beobachten
können, mit eingeschlossen.
Kaum jemand hatte es ihnen damals zugetraut,
aber eine große Mitschuld an den beklagenswerten Zuständen tragen die naiven
Potenzphantasien der 68er Studentenbewegung, wie ihr „Vordenker“ Jürgen Habermas
sie im Juni 1969 resigniert bezeichnete, als er sich von ihren Ideen
distanzierte. Doch auch er irrte. Teile ihrer Fantastereien sind heute fest in
den westlichen Gesellschaften etabliert und bilden einen übermächtigen Gegenpol
zum Rationalismus. Danach ist es z.B. die Biologie des Mannes, die für den
Zustand der Erde verantwortlich ist und die es zu bekämpfen gilt.
Doch wer Geschichte unvoreingenommen liest, bei den Anthropologen nachschlägt
und die Geschlechterrollen in den verschiedenen Kulturen analysiert, kommt zu
einem völlig anderen Ergebnis. Die Frau mit ihrer omnipotenten Mutterrolle und
nicht der Mann beeinflusst maßgeblich den Lauf der gesamten kulturellen Welt – in
den Beziehungen zwischen den Geschlechtern sogar schon solange es Primaten gibt.
Ihre Überlegenheit entstand als logische Folge einer unterschiedlichen
Aufgabenverteilung in der Evolution des Menschen. Die wichtigste Aufgabe für den
Mann bestand darin sich fortzupflanzen, also so oft wie möglich seine Gene zu
verteilen - unter bestimmten Umständen sogar mit Gewalt, wie die beiden amerikanischen
Professoren Randy Thornhill und Craig Palmer in ihrem Buch A natural History of
Rape beschrieben haben. Die Aufgabe der Frau bestand darin, den Mann so zu
„verzaubern“, dass er sie begehren, beschützen und lieben sollte. Erst wenn sie
sich seiner Liebe sicher war, erst dann war für sie Sex und Nachwuchs relevant.
Dieser weibliche „Zauber“ gipfelte in der stillschweigenden
Verpflichtungserklärung eines jeden Mannes, vor jedem Geschlechtsakt die
materielle Verantwortung für einen möglichen Nachwuchs anzuerkennen und zu
übernehmen. Bis heute wachen entsprechende Gesetze darüber.
Doch wer
Geschichte unvoreingenommen liest, bei den Anthropologen nachschlägt und die
Geschlechterrollen in den verschiedenen Kulturen analysiert, kommt zu einem
völlig anderen Ergebnis. Die Frau mit ihrer omnipotenten Mutterrolle und nicht
der Mann beeinflusst maßgeblich den Lauf der gesamten kulturellen Welt – in den
Beziehungen zwischen den Geschlechtern sogar schon solange es Primaten gibt.
Ihre Überlegenheit entstand als logische Folge einer unterschiedlichen
Aufgabenverteilung in der Evolution des Menschen. Die wichtigste Aufgabe für den
Mann bestand darin sich fortzupflanzen, also so oft wie möglich seine Gene zu
verteilen - unter bestimmten Umständen sogar mit Gewalt, wie die beiden
amerikanischen Professoren Randy Thornhill und Craig Palmer in ihrem Buch A
natural History of Rape beschrieben haben. Die Aufgabe der Frau bestand darin,
den Mann so zu „verzaubern“, dass er sie begehren, beschützen und lieben sollte.
Erst wenn sie sich seiner Liebe sicher war, erst dann war für sie Sex und
Nachwuchs relevant. Dieser weibliche „Zauber“ gipfelte in der stillschweigenden
Verpflichtungserklärung eines jeden Mannes, vor jedem Geschlechtsakt die
materielle Verantwortung für einen möglichen Nachwuchs anzuerkennen und zu
übernehmen. Bis heute wachen entsprechende Gesetze darüber.
Und doch kommt es immer
wieder auch zum Bruch dieses Abkommens, da die menschliche Spezies zu den
polygam veranlagten Lebewesen gehört. Aus dieser unterschiedlichen
Interessenlage entwickelte sich ein hochexplosiver und instabiler sozialer
Bauplan, denn bei keiner anderen Spezies ist ihr Überleben so gnadenlos an
dieses Abkommen gebunden. Und bei keiner anderen Spezies ist auch der Nachwuchs
solange auf dieses Abkommen angewiesen, denn nur beim Homo sapiens dauert es 18
bis 21 Jahre, um den Erwachsenenstatus zu erreichen. Schuld daran ist unser
monströses Gehirn. Aus Sicht einiger Naturwissenschaftler hat es im Verhältnis
zu anderen Säugetieren krankhafte Ausmaße angenommen, und dies könnte unser
Abtreten von der Weltenbühne noch beschleunigen. Seine Größe wurde in
entscheidendem Maße durch das komplizierte soziale Geflechtswerk in den
Beziehungen untereinander beeinflusst. Während für einen erfolgreichen Jäger
(Ernährer) Mut, Kraft, Risikobereitschaft und Logik vorteilhaft war, kam es bei
ihr darauf an, das soziale Miteinander zu organisieren und zu beherrschen.
Natürlich um zu Überleben aber auch um sich gegen die physische Überlegenheit
des Mannes durchsetzen zu können. Bis heute spiegelt sich das in der
unterschiedlichen Berufswahl nieder. Dabei war Gedankenlesen, Schauspielen,
Lügen und Intrigieren ihr wichtigster Gehirnwachstumsbeschleuniger. Entsprechend
unterschiedlich haben sich beide Gehirne entwickelt. So gelingt es ihr zum
Beispiel immer noch, dass der Mann in allen Gesellschaften als gewalttätiger und
aggressiver angesehen wird als sie, obwohl Untersuchungen aus Neuseeland, den
USA und England zeigen, dass die Frau ebenso gewalttätig und aggressiv ist wie
der Mann. Doch diese Erkenntnisse sind kaum bekannt und auch eins von vielen
Tabuthemen besonders in unserem Lande.
Sie bestimmt die
gesellschaftlichen Prioritäten, so wie es in den dörflichen Gemeinschaften schon
immer der Fall war. Und so gibt es kaum soziale Einrichtungen für den Mann, aber
Hunderte für die Frau. 70% der Kosten im Gesundheitswesen werden von Frauen
verursacht und auch ihre längere Lebenserwartung hat damit zu tun. All dies ist
Teil ihrer Überlebensstrategie; bewährte Grundlage und logische Folge unserer
Jahrmillionen andauernde Entwicklungsgeschichte. Männer bekommen nun mal keine
Kinder. Das war schon immer so.
Doch ein besonderer Zustand in
menschlichen Gesellschaften bestimmt ganz entscheidend den Grad der von Frauen
gewünschten männlichen Attribute. Es ist der Krieg. Nicht nur, dass dann
plötzlich mehr Jungen geboren werden, sie werden auch von den Müttern zu
„richtigen Männern“ erzogen. Nach der Pubertät auch von den Vätern, in
Sportclubs, Schützenvereinen, oder anderweitig. In langen Friedensphasen aber,
von denen es in der Geschichte nur sehr wenige gab, werden den Männern ihre
Attribute wieder aberzogen und die weiblichen haben Vorrang. Die ungewöhnlich
lange Friedensphase in Deutschland und den westlichen Industriestaaten belegt
dies auf eindrucksvolle Weise. So werden heute überwiegend Bücher oder Filme
bevorzugt, die dieses andere Männerbild bedienen. So ist die Zahl der
Sportvereine drastisch zurückgegangen und selbst die Oskarverleihung orientiert
sich an diesem Muster: Eine Frau, die, wenn sie nur will, richtig gefördert und
nicht unterdrückt wird, ist in allen Lebenslagen dem Manne überlegen, heißt es
nun.
Den heutigen Zustand in den
Geschlechterbeziehungen der westlichen Welt hat es in der jüngeren Geschichte so
wohl noch nicht gegeben: der totale Identitätsverlust des Mannes. Seit Jahren
werden die Jungen, durch massive Förderung der Mädchen stark benachteiligt. Dies
haben sogar die linken Gewerkschaften erkannt. Aber eine Änderung ist nicht in
Sicht. Schlimmer noch. In unserem und einigen anderen „modernen“ westlichen
Ländern, wird dem Mann auch noch die Rolle des Vaters abgesprochen. Doch von
aufmucken keine Spur. Warum auch? Er durchschaut das nicht. Er merkt nicht
einmal diesen Wandel. Glaubt selbst der Schuldige zu sein. Nach wie vor betet er
sie an. Für sie schuftet er, beschützt sie oder opfert sein Leben auf den
Schlachtfeldern dieser Erde. Während sie in sich investiert (Schönheit, Mode
etc.), investiert er vornehmlich in sie. Wenn er mal in sich selbst investiert,
dann nur, um sich für sie interessanter zu machen oder Konkurrenten
auszustechen. (Bodybuilding, teure Autos, ein Haus, Beruf, Titel, etc.)
Unter all diesen
Aspekten komme ich zu dem Schluss, dass die Frau mit ihrer sozialen Intelligenz
dem Manne schon immer haushoch überlegen war. Diese Macht nutzt sie auf eine (un)heimliche
Weise zur Durchführung ihrer von der Natur übertragenen Aufgabe: nämlich für die
Erhaltung unserer Art zu sorgen. Der Mann kann dabei bedingungslos mithelfen
oder gnadenlos untergehen. So programmiert schrieb sie das Drehbuch für unser
„Menschheitsdrama“, in dem sich alles um Macht, Eifersucht, Liebe, Sex,
Doppelmoral, Lügen und Betrügen dreht.
Nach dem Buch des bekannten Autors
und Medienwissenschaftlers Arne Hoffmann (Sind Frauen bessere Menschen), der das
Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat, und das des Historikers Prof. Martin v.
Creveld (Das bevorzugte Geschlecht) ist mein Buch nun der wohl erste Versuch,
Frauen und Männern ihre Unterschiedlichkeit in ihrer Entwicklungsgeschichte
näher zu bringen. Das Bild von der unschuldigen, liebenswerten und feenhaften
Frau verliert hier ebenso seinen Mythos wie das vom gewalttätigen und
aggressiven Mann. Damit stelle ich mich gegen den heutigen Zeitgeist und die auf
unserer Kultur lastenden totalitären Ideologie, die ja aus dem „modernem“
Feminismus und den Ersatzreligionen der 68er-Bewegung entstanden ist. Doch nur
so kann nicht nur das Konfliktbeladene Geschlechterverhältnis entschärft werden,
das nach den 68ern eine krankhafte Dimension erreicht hat, sondern auch eine
Diskussionsplattform eröffnet werden, auf der alle Menschheitsprobleme aus einem
anderen Blickwinkel beleuchtet werden können. Dies könnte zu einer
realistischeren Betrachtung der weltweiten kulturellen Konflikte und zu deren
Erklärung beitragen. Darum ist eine politische und gesellschaftliche
Auseinandersetzung mit dieser Thematik überlebenswichtig.
Zum Autor
Klaus Sonnefeld ist 1947 in Herten i/W geboren und in Gelsenkirchen-Buer
aufgewachsen. Nach seiner Zeit als Berufsoldat, die ihn zu Einsetzen an
verschiedenste Orte im Ausland brachte, lebt er nun wieder in seiner
Heimatstadt. Heute ist er verheiratet, Vater und Stiefvater und leitet seit 22
Jahren ein mittelständisches Unternehmen.
Bedingt durch seine vielseitigen Interessen und Fähigkeiten arbeitet er auch als
Komponist, Texter, und Autor. Er spricht fünf Sprachen, schreibt für Abenteuer-
und Sportjournale und ist begeisterter Gleitschirmflieger, Taucher und
Naturfilmer.
Seit jeher hat ihn die Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt. Dies hat ihn
nicht nur zu literarischen Arbeiten inspiriert, wie sein erstes Buch Der weiße
Rabe zeigte, sondern auch zum kritischen Hinterfragen von
Gesellschaftsproblemen.
Seine zahlreichen Reisen und Expeditionen führten ihn an die unterschiedlichsten
Orte dieses Planeten. Viele Male hat er die Ureinwohner Amerikas und Asiens
besucht und dabei die Verbundenheit ihrer Kultur mit der Natur bewundert und zu
verstehen versucht. Aber auch schon die kulturellen Unterschiede zwischen
unseren europäischen Nachbarn machten ihn nachdenklich. So ist dann sein
Hauptinteressengebiet, die Verhaltensforschung und Evolutionsbiologie
entstanden.
Durch all diese Erfahrungen war es dann nur konsequent sich gegen jede Form
fundamentalistischen Eintretens für eine Ideologie oder eine Religion zu wenden.
Dies gilt für radikale Feministinnen ebenso wie für Islamisten oder
Kreationisten. Entsprechend stark ist sein Engagement, den Menschen ihre
Entwicklungsgeschichte näher zu bringen. Er ist davon überzeugt, dass nur mit
diesem Wissen die Probleme und Konflikte auf der Erde entschärft und gelöst
werden können.