Väteraufbruch für Kinder wählt neuen Bundesvorstand

Auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main hat der Väteraufbruch für Kinder e.V. am letzten Samstag einen neuen Bundesvorstand gewählt. Erstmalig kürte der bundesweit größte Väterverein auch einen Bundesvorsitzender: Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller erhielt 87% der Stimmen und wird den Verein in den nächsten zwei Jahren an führende Stelle repräsentieren.

Als weitere Mitglieder des neuen Bundesvorstands wurden der Pfarrer Dietmar Nikolai Webel aus Gollma bei Halle, die Sprachwissenschaftlerin Angela Hoffmeyer aus Karlsruhe, der Jurist Hartmut Haas aus Hamburg und der Aerodynamiker Rainer Sonnenberger aus Berlin gewählt.

Die Mitglieder bestätigten mit dieser Wahl den pragmatisch-konstruktiven Kurs, den der Bundesverein vor zwei Jahren eingeschlagen hat: Die Rolle von Vätern zu stärken, indem die Kooperation beider Eltern gefördert wird. Prof. Müller sagte nach der Wahl: Wir brauchen in Deutschland eine gezielte Väterpolitik nicht nur für Väter, sondern vor allem auch mit Vätern. Politik für Frauen wird überall unwidersprochen in die Wahlprogramme aufgenommen – auf Seiten der Väter besteht noch großer Nachholbedarf!“

Aus diesem Grund verabschiedete der frisch gewählten Vorstand einen „Wahlcheck Väterpolitik.de“, um möglichst viele Kandidaten der kommenden Bundestagswahl zu Väterthemen zu befragen. Der Startschuss der Befragung fällt auf dem zweiten bundesweiten Väterkongress, der vom 1. bis 3. Mai in Karlsruhe statt findet. Motto: „Familienpolitik mit Vätern – wir stehen vor der Wahl.“

Der Väteraufbruch für Kinder e.V. wurde vor 20 Jahren gegründet und berät in über 150 lokalen Kontaktstellen Väter und zunehmend auch Mütter in Trennungssituationen. Bundesweit veranstaltet er Fachveranstaltungen und vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik und Medien.