5 Jahre „Väteraufbruch für
Kinder“ in Holzminden
Elterliche
Verantwortung und einvernehmliche Regelungen stehen im Mittelpunkt.
Der Väteraufbruch für Kinder ist Deutschlands größte Interessenvertretung von
Vätern und Müttern mit dem Ziel einer gleichberechtigten Elternschaft. Der
Bundesverein wurde 1989 gegründet. Er besteht mittlerweile aus rund 2900
Mitglieder, 110 Kontaktstellen und 80 Kreisgruppen und befindet sich auf
Expansionskurs. Der Kreisverein Holzminden besteht seit Dezember 2001.Ihm
gehören derzeit 40 aktive Mitglieder an.
Der Kreisverein Holzminden hat in den letzten 5 Jahren einiges unternommen, um
Akzente zu setzen. Informationsabende mit Richtern, Rechtsanwälten und
Verantwortlichen der Jugendämter haben zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch in
den letzten 5 Jahren beigetragen.
Wir versuchen, für Elternteile in Trennungskrisen Möglichkeiten und Wege zu
finden, die Beziehung zu ihren Kindern aufrecht zu erhalten. Regelmäßiger
Kindeskontakt führt in den meisten Fällen auch zu regelmäßigen
Unterhaltszahlungen. Grundsätzlich befürworten wir einvernehmliche Regelungen
zwischen den Trennungseltern, bei Schwierigkeiten unter Zuhilfenahme von
fachkundigen Dritten. Dies soll der Lösungsfindung bei Nichteinigung dienen. Der
Rechtsweg hilft den betroffenen Elternteilen in vielen Fällen nur sehr
eingeschränkt und kann sich über viele Jahre hinziehen.
Aus den Vereinsbeiträgen und dem Erlös aus dem Oktoberfest wurden
Institutionen/Kindergärten mit jeweils 500 Euro unterstützt in den Jahren
2003/04.
Wir möchten dadurch u.a. ein familienpolitisches Rechtsverständnis stärken, das
Väter nicht auf die Rolle des Zahlmeisters reduziert. Es darf nicht sein, dass
ein Elternteil auf Kosten der Kinder und aus finanziellen Verlustängsten in
Umgangs- und Sorgerechtsangelegenheiten bevorzugt wird. Väter wollen oft nicht
nur Erzeuger und Ernährer sein, sondern auch Erzieher, Partner, Freunde.
Am
10. März 2005 hatten Gerd Schläger und Frank Wetzel die Möglichkeit, aufgrund
einer Einladung der damaligen Wahlkreisabgeordneten Brigitte Schulte (SPD) im
Bundesjustizministerium beim parlamentarischen Staatssekretär, Herrn Alfred
Hartenbach und beim zuständigen Referatsleiter Herrn Dr. Schomburg, über die
Probleme zu reden, die es bei Sorgerechtskonflikten und bei der Umsetzung von
Umgangsregelungen gibt.
Mit unserer Kundgebung am 01.07.05 zum 7. Jahrestag des „neuen
Kindschaftsrechts" in Holzminden haben sich ca.100 Teilnehmer solidarisch mit
unseren Zielen und Vorstellungen im Interesse unserer Kinder gezeigt.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Cochemer Praxis“ im Februar 2006 in Corvey
wurde von über 80 interessierten Bürgern besucht. An dieser Veranstaltung haben
u.a. Gäste aus der Politik, Richter, Fachanwälte für Familienrecht und
Teilnehmer von Jugendämtern, sozialen Diensten und Verfahrenspfleger
teilgenommen.
Seit mehreren Jahren findet immer am 5. Juni eine internationale Veranstaltung
unter dem Motto „Brücken für Kinder“ in mehreren Ländern statt. Der
„Väteraufbruch für Kinder Holzminden“ beteiligte sich 2006 daran.Ziel ist es,
auf das Schicksal von Kindern hinzuweisen, deren Kontakt zu einem Elternteil
behindert oder verhindert wird.
Auch für das Jahr 2007 hat der Väteraufbruch wieder einiges geplant. Die
Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.
Auf der nächsten Bundesmitgliederversammlung am 16. Dezember dieses Jahres in
Frankfurt sollen Konzepte für Öffentlichkeitsarbeit und einheitliche politische
Lobbyarbeit erarbeitet werden.
An dieser Stelle soll nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass wir
nicht nur Väter, sondern auch betroffene Mütter betreuen wollen. Die Mitglieder
des Kreisvereins treffen sich am 11. Dezember um 20.00 Uhr in Leclaires Mühle in
Holzminden. Gäste sind herzlich willkommen.
Weitere Informationen über den Verein erhalten sie bei Gerd Schläger unter
05531/61503 oder im Internet unter www.vafk.de/Holzminden.