Pressemitteilung Kreisgruppe Hamburg e.V.
Demonstration in der Berliner City am 14.6.2008
Hamburger Väter demonstrieren vor dem Familien- und Justizministerium in Berlin
10 Jahre nach der
Kindschaftsrechtsreform fordern Trennungsväter die Durchsetzung des
Umgangsrechts für ihre Kinder
Auf
einer spektakulären Demonstration traten am vergangenen Samstag über 200 von
ihren Kindern getrennt lebende Väter in Berlin für ihre Rechte ein. Während die
Kinder, denen der Umgang mit ihren Vätern an diesem Tag vergönnt war, in einer
Kutsche mitfahren durften, machten sich die Trennungsväter mit Sprechchören für
ihren Nachwuchs stark, darunter auch eine 10-köpfige Hamburger Delegation vom
Väteraufbruch für Kinder e.V., Landesverein Hamburg. Das Motto aller: „Wir sind
hier, wir sind laut, weil man uns die Kinder klaut.“ Gegen
Unterhaltsverweigerung geht man strafrechtlich vor, beim Umgangsboykott zuckt
man nur mit den Schultern: „Da können wir nicht machen!“ Der Weg führte zunächst
zum Familienministerium, an das sich die einfache Forderung richtete, Väter
endlich auch in die Bezeichnung der Behörde aufzunehmen. Denn sie werden hier
von Ministerin Ursula von der Leyen offensichtlich nicht berücksichtigt
(„Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend“).
Nächster Kundgebungshalt war das Justizministerium. Weil die Türen von
Ministerin Brigitte Zypries am Samstag verschlossen blieben, malten die Väter
ihre Sorgen und Wünsche einfach auf den Asphalt, z. B. „Ivo, ich gebe dich nicht
auf“ und „Kinder brauchen beide Eltern“. Trotz im Jahr 1998 eingeführtem
gemeinsamem Sorgerecht auch nach der Scheidung bleibt dies vielen
Trennungsvätern dennoch verwehrt.
Über die „Friedrichstraße“ und „Unter den Linden“ ging es weiter zum
Brandenburger Tor, das als Symbol der Einheit des Landes für die Väter am
Samstag ein Symbol für die Einheit der Familie darstellte. Vor der
beeindruckenden Kulisse des Monumentalbaus sprach Prof. Dr. Ulrich Müller vom
Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder e.V. die Abschlusskundgebung und
fragte, welcher Elternteil für jeden von uns denn wichtiger gewesen sei, Mutter
oder Vater? Richtig, keiner von beiden! Beide Eltern sind gleich wichtig,
sollten die gleichen Rechte haben. Und die Kinder sollten die Möglichkeit haben,
in Trennungsfällen zu beiden Elternteilen einen gleichwertigen Umgang zu
pflegen.
Ansprechpartner:
Hagen Hellwig, Tel.: 0179/1100350, E-Mail: hagen.hellwig@gmail.com
verantwortlich: Landesverein Hamburg e.V., Hartmut Haas