Arbeitsgruppen,  Recht auf Änderungen bzw. Ergänzungen sind vorbehalten
Bereits im Vorfeld des Kongresses werden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenbereichen als Diskussionsforen installiert. Hierdurch wird ein frühzeitiger Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter den Teilnehmern ermöglicht.

Die Arbeitsergebnisse werden im Rahmen des Kongresses nochmals diskutiert und abschließend im Plenum vorgestellt.
Folgende Arbeitsgruppen werden angeboten:
  1. Trennungsväter
    Betreuung: Franzjörg Krieg, Dipl.-Psych. Ursula Kodjoe, RA Wolfgang Theissen
    Moderation: Franzjörg Krieg,
    Kontakt: krieg@vafk-karlsruhe.de

  2. Erarbeitung eines umfassenden familienpolitischen Programms
    Moderation: Peter Tholey
    Kontakt: petertholey@gmx.de

  3. …Vater sein dagegen sehr!
    Moderation: Wolfgang Wenger
    Kontakt: wenger@majuze.de

  4. Von der Gleichstellungs- zur Genderperspektive – Spagat mit einem Bein?
    Moderation: Roger Lebien
    Kontakt: roger.lebien@vafk.de

  5. Beratung im VAfK als Reaktion auf die familienrechtspraktischen Verhältnisse
    Moderation: Rainer Kleinschmidt
    Kontakt: dortmund@vafk.de
Arbeitsgruppe: trennungsvaeter
Betreuung:  
Ursula Kodjoe, Therapeutin
Wolfgang Theissen, Rechtsanwalt für Familienrecht
Franzjörg Krieg, Väterberater
Moderation des Forums:   Franzjörg Krieg, Kontakt: krieg@vafk-karlsruhe.de

Der VÄTERKONGRESS möchte nicht nur ein Forum für Referenten, sondern auch ein solches für Väter sein. Deshalb greift diese Arbeitsgruppe das Generalthema auf, das zur Gründung des Väteraufbruch führte: Die hohe Betroffenheit ausgegrenzter Trennungsväter.
Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie oft - ohne vorher auch nur eine Ahnung gehabt zu haben von den Unsäglichkeiten, die ihnen drohen, an diesem Rechtsstaat verzweifeln und nicht glauben können, dass ihnen auf eine Art und Weise übel mitgespielt wird, die für sie vorher nie vorstellbar gewesen wäre.
Trennungsväter sind in der Gefahr, in kurzer Zeit aus einer bürgerlichen Sicherheit in die Asozialität heraus zu fallen, sie werden krank, gehen bankrott oder verzweifeln bis zum Suizid.
Die Arbeitsgruppe möchte aus der Analyse von Einzelfällen

  • den mannigfaltigen Gründen nachgehen, die faktisch zum Desaster führen
  • die Felder oder Schadensbereiche herausarbeiten, in denen Väter betroffen sind
  • die Bedingungen nennen, die trotz (oder wegen?) staatlicher Intervention dazu führen, dass keine vernünftigeren Lösungen gefunden werden
  • einen Forderungskatalog erstellen
Die ersten drei Punkte sollen im Forum durch die Teilnehmer schon im Vorfeld des Kongresses erarbeitet werden. Das Forum wird sich selbst organisieren und ihre Methodik entwickeln.
Der Forderungskatalog wird in dem Forum vorbereitet und beim Kongress ausformuliert und verabschiedet.
Zugang zum Forum:   TRENNUNGSVÄTER
Arbeitsgruppe: familienpolitik
Betreuung und Moderation des Forums:   Peter Tholey, VAfK Karlsruhe, Kontakt: petertholey@gmx.de

Auf Grund gesellschaftlicher Entwicklungen in den vergangenen zwanzig Jahren ist Familienpolitik zum heißen Eisen geworden und steht immer wieder im Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen.

Besonders in Mehrkindfamilien grassiert heute die Angst vor sozialem Abstieg. Eine Familie zu gründen und Kinder in die Welt zu setzen bringt keinen Gewinn mehr im gesellschaftlichen Status. Im Falle von Trennung und Scheidung alles zu verlieren - einschließlich der Kinder - stellt ein hohes Risiko dar. Dabei tragen Familien maßgeblich zum Aufbau der Gesellschaft bei - ohne ihre Leistung wäre das aktuelle Bruttosozialprodukt nicht zu erreichen. Familien investieren quasi in Humankapital, wobei ihnen der Gewinn vorenthalten wird. Mehrkindfamilien, die von dieser Fehlverteilung am härtesten betroffen sind, haben im aktuellen Verteilungskampf keine Lobby.

Herkömmliche Rezepte sind den Anforderungen dieses gesellschaftlichen Wandels nicht gewachsen - Familienpolitik muss sich neu aufstellen.

Abseits ideologischer Scheuklappen müssen neue Visionen und Lösungen diskutiert werden. Dazu gehören folgende Ziele:

  • bessere materielle Absicherung von Familien mit Kindern
  • stärkere gesellschaftliche Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung
  • bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Reform des Steuer- und Rentenrechts
  • Gleichwertigkeit der Eltern von der Geburt des Kindes an
  • Schutz von Familienstrukturen bei Trennung und Scheidung

Die Arbeitsgruppe "Familienpolitik" erarbeitet ein umfassendes familienpolitisches Konzept, welches an alle gesellschaftspolitisch aktiven Gruppen, wie Parteien, Kirchen, Gewerkschaften etc., kommuniziert wird.

Um nicht dem Zeitdruck zu unterliegen, der auf einer Tagung herrscht, wird diese Arbeitsgruppe zunächst als Forum gestartet und die Ergebnisse auf dem Väterkongress abschließend diskutiert. Der aktuelle Stand der Diskussion soll auf der Jahreshauptversammlung in Hannover vorgestellt werden.

Alle Interessierten werden gebeten, sich inhaltlich zu beteiligen.
Auch aus kontroversen Diskussionen können gute Ergebnisse entstehen.

detaillierte Informationen lesen Sie hier:
Zugang zum Forum:   FAMILIENPOLITIK
Arbeitsgruppe: Vater sein dagegen sehr
 
Betreuung und Moderation des Forums:   Wolfgang Wenger, Dipl. Soz-päd (FH), Gestaltberatung, Hypnosecoaching, Männer- und Jungenzentrale Rosenheim,
Kontakt:
wenger@majuze.de

Die Rolle des Vaters unterliegt einem ständigen Wandel - innerhalb der Gesellschaft, aber auch innerhalb der Kulturen.
Auch über die Jahrhunderte hat sich die Rolle des Vaters sehr verändert.

Wie wird Vaterschaft heute in Deutschland gelebt?
Bleibt den Vätern nur der Anteil, den die Mutter "übrig lässt"?
Wie wurde Vaterschaft in der Vergangenheit gelebt?
Was können wir aus anderen Kulturen lernen?
Welche Bedeutung hat leibliche Vaterschaft?
Welche Unterschiede gibt es zwischen leiblicher und sozialer Vaterschaft - oder auch nicht?
Welchen Raum lässt die Arbeitswelt für aktive Vaterschaft?
Welche Änderungen ergeben sich durch eine Scheidung?
Wie wird - und wurde - Vaterschaft diskriminiert?

Diese und viele andere Fragen wollen wir in unserer Arbeitsgruppe diskutieren. Dabei sollen die Teilnehmer Tipps und Anregungen für eine aktive Vaterschaft geben und annehmen können. Somit kann jeder persönlich profitieren. Wir wollen aber auch eine "Schlusserklärung" ausarbeiten mit Forderungen an Politik, Gesellschaft und Justiz. Denn Vaterschaft braucht Unterstützung und Förderung. Hindernisse müssen entdeckt und beseitigt werden.

Zugang zum Forum:   …VATER SEIN DAGEGEN SEHR!
Arbeitsgruppe: familienrechtspraxis
 
Betreuung und Moderation des Forums:   Roger Lebien, Sprecher der Ortsgruppe Euregio-Aachen
Kontakt:
roger.lebien@vafk.de
Keinesfalls kann man dem 1. Welle-Feminismus der 60´erJahre seine Legitimation absprechen. Denn: Keinesfalls konnte es Männern gestattet bleiben, nach willkürlichem Belieben, Arbeitsverhältnisse der Frauen zu lösen, nur weil sich dem Mann deren Sinn und Nutzen nicht erschloss. Keinesfalls war es gerecht, dass Söhne qualifizierte Ausbildungen machen durften, während Töchter darauf beschränkt waren, sich auf ein Leben bei den Kindern, in Küche und Kirche einzurichten.

Doch ist dies alles das große Verbrechen einer patriachalen Männergeneration, unserer Vätergeneration? War es nicht zum Teil auch der relativen Resourcenknappheit geschuldet, dass Eltern – es waren keinesfalls nur Väter – für ihre Söhne und Töchter unterschiedliche Biographien vorzeichneten? Die wichtigste Frage: Ist die traditionelle „männliche“ Biographie tatsächlich die privilegiertere und die weibliche die benachteiligte?

Die Gleichstellungspolitik, als wesentliche Essenz des „1. Welle Feminismus“, ging schlicht von genereller Frauenbenachteiligung aus. Das war mit Blick auf die Gleichberechtigung (im eher juristischen Sinne) auch gerechtfertigt. Diese Gleichstellungspolitik konnte einige eklatante – unmittelbare – Benachteiligungen relativ zügig beseitigen. Doch es entwickelte sich schnell ein durch Frauenförderung institutionalisierter, akademischer Feminismus. Beim gesellschaftlichen Wandel stets nur Frauen im Auge, folgte der „unmittelbaren“ schnell die „mittelbare“, die „strukturelle“ und die „institutionelle“ Diskriminierung... Immer auf der Jagd nach den Ursachen, für die „gefühlte“ Ungleichheit der Frau.

DIE WESENTLICHE FRAGE: Kann dieser einbeinige, einäugige Feminismus überhaupt, ausgehend von reiner Frauenförderung, in einer mehrdimensionalen Genderperspektive aufgehen? Oder bedarf es heute – mit gleicher Legitimation – einer männerpolitischen Grundsatzabteilung nach österreichischem Vorbild im deutschen Bundesministerium, in dem man sich schon namentlich allem widmet, außer den Männern? Die meisten Protagonistinnen dort dürfen getrost als Austausch- oder Vorruhestandskandidatinnen gehandelt werden.

Während eine feministische Gegenwartspolitik sich beim Palavern über Lohndiskriminierung, häusliche Gewalt (Frauen = Opfer, Männer = Täter) und Frauenquoten in DAX-Vorständen verzettelt, stirbt einstweilen Deutschland aus: Für viele Männer sind Kinder kein Thema mehr. Viel ausgeprägter als die feministisch-triumphal verkündete Rollenverunsicherung ist beim Mann die traurige Gewissheit, nach einem Intermezzo als „Lebensabschnittspartner“ und „Kindererzeuger“ – heuer wie damals – keineswegs nur „abschnittsmäßig“ zahlender Depp fürs weibliche Lebenskonzept (mit Kindern) zu bleiben. Ohne jede Chance, eine kontinuierliche Vaterrolle auszufüllen, von der Soziologen längst wissen, dass sie für das Selbstkonzept von Kindern „unersetzlich“ ist (Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis).

Eine Männer- und Väterbewegung muss laut sein. Aber nicht nur! Auch pragmatisch, sachlich und lösungsorientiert! Das macht den „großen Unterschied“ aus. Vor allem ist sie ehrlich: Wir lachen über die K-Frage im weiblichen Vorstellungsgespräch! Weil Frauen selber schuld sind und selbst (vor allem?) Frauen aus Personalabteilungen sie Frauen stellen.

Wer als Mutter die Eigenverantwortung nicht mehr will, auch wenn sie wehtut, der hat sie auch pränatal nicht verdient und wird sie nicht bekommen. Beim Thema „Elternschaft“ möchten wir gerne „positiv diskriminiert“ werden. Ja, drückt sie uns aufs Auge: Die “aktive Elternverantwortung“. Wenn Ihr sie jedoch nach der Trennung alleine wollt: Dann lebt auch mit Prekärarbeitsverhältnissen und Hartz IV, die ihr dann verdient!

Mit Gleichberechtigung kennen Frauen sich schon aus. Wir fordern aber auch die Konsequenz: Die Eigenverantwortung! Wir wollen es formuliert sehen, in einer bunten Broschüre aus einem Bundesministerium für FAMILIE, GENERATIONEN und JUGEND, in dem emanzipierte Männer und Frauen tragfähige Gesellschaftspolitik vorantreiben! Die Alternative? Unsere Verweigerung, die dafür sorgen wird, dass das Leben von Frauen als flunschende Kinderlose, oder frustrierte Alleinerziehende mit Sozialhilfe endet.

  • Männer- / Väterbedarf kennt keinen feministischen Mainstream. Wir erarbeiten die dringendsten Vereinbarkeitsforderungen von Vätern an die Politik – ohne Rücksicht auf deren Nutzwert für Frauen!
  • Die gleichberechtigte Elternverantwortung von Vätern und Müttern ist „die Mutter“ aller Genderfragen. Wir belegen mit der willkürlichen „Kreativität“ von Gleichstellungsgesetzen, warum relativierende Ausführungen zu „Gender Mainstreaming“ im FGG-Reformgesetz-entwurf eine Auflösung tradierter Geschlechterrollen verhindern.
  • Wir sammeln die relevantesten wissenschaftlichen Merkmale für „Kindeswohl“ aus der Soziologie, Psychologie und Bindungsforschung und fordern deren standardmäßige Verwendung als Entscheidungsgrundlage in Kindschaftssachen, bezüglich Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht.
  • Wir fordern die rechtliche und begriffliche Gleichsetzung von Kinderarmut mit Kindeswohl-gefährdung und den unbedingten Ausschluss eines alleinigen Sorgerechtes für einzelne Elternteile, die mit ihren Kindern in Bedarfsgemeinschaften leben.
Zugang zum Forum:   GENDER PERSPEKTIVE?
Arbeitsgruppe: Beratungspraxis
 
Betreuung und Moderation des Forums:   Rainer Kleinschmidt, Sprecher der Ortsgruppe Dortmund
Kontakt:
dortmund@vafk.de

Bekanntlich existieren vielfältige und zahlreiche Einrichtungen, die Frauen bei Trennung und Scheidung beraten und unterstützen. Für Väter, die mit einer Trennungssituation konfrontiert sind, ist das Netz von Anlaufstellen, die Rat und Hilfe geben können, deutlich dünner, wenn dies auch in den letzten Jahren merklich verbessert werden konnte. Der VAfK mit seinen bundesweit mehr als 110 Ortsgruppen und Kreisvereinen liefert hierbei einen wichtigen Beitrag.
Hartnäckige Umgangsvereitelung, unwillige Jugendamtsmitarbeiter, eigenwillige Familienrichter, eine unübersichtliche Rechtslage, eine verwirrende Rechtspraxis, honorarheischende Anwälte und eine Mauer von dumpfem Unverständnis der Zuständigen sind häufige Probleme, mit denen sich Trennungsväter an den Verein wenden. Die Mühseligen und vom bundesdeutschen Familienrechtssystem Gebeutelten wenden sich also (soweit ihnen genügend Kraft und Aktivität geblieben ist und sie die entsprechende Website gefunden haben) an die örtlichen Gliederungen d. h. Orts- und Kreisgruppen oder werden von der Bundes-Hotline dorthin vermittelt.
Somit liegt auf der Hand: die Arbeit einer bundesweiten Selbsthilfe- Organisation, wie der Väteraufbruch für Kinder, ist in ihrer Gesamtheit nur so gut wie es die Präsenz vor Ort ist.
Hier setzt die AG auf dem ersten Väterkongress in Karlsruhe an:

  • zunächst sollen per Erfahrungsaustausch die häufigsten Beratungsanforderungen und Problemlagen der hilfesuchenden Väter zusammengetragen werden
  • anhand der diskutierten Fallbeispiele sollen bewährte Unterstützungsmaßnahmen gesammelt werden. Da es erfahrungsgemäß nicht immer einfach ist, sofort eine effektive Problemlösung vorzuschlagen, kann auch (zunächst als Exkurs) zusammengetragen werden, bei welchen Problemlagen die Ortsgruppen ohne eine weitere Unterstützung (bspw. von der Bundesebene) nicht weiterkommen. (Im Klartext: „Wo drückt den Ortsgruppen mit ihrer Arbeit der Schuh? Und wie kann von der Bundesebene / anderen Ortsgruppen Hilfestellung geleistet werden?“)
  • um eine Perspektive der weiteren Arbeit zu bekommen (und nicht nur schwer lösbare Probleme zu wälzen) sollten Erfahrungen und Fälle zusammen getragen werden, die bei allen Einschränkungen letztlich erfolgreich waren, oder doch zumindest glimpflich verlaufen sind. Es soll also dargestellt werden, welche Maßnahmen in bestimmten Fällen etwas gebracht haben.
Zugang zum Forum:   BERATUNGSPRAXIS
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